Hier lesen wir nun nochmal von zwei bildhaften Prophetien, die Hesekiel im 9. Jahr seines Exils in Babylon empfängt – genau zu der Zeit, als dann Jerusalem vollends zerstört wird.

Das erste Bild ist das eines rostigen Topfes. Damit zeigt der Herr, wie sehr Jerusalem verunreinigt ist und erklärt, dass es deshalb ausführlich Hitze braucht, um wieder rein zu werden. Damit deutet sich das lange Exil an … wobei letztendlich nur Jesu Tod und die Gabe seines Heiligen Geistes dauerhafte Reinigung bewirken kann.

Diese Prophetie ist ernst, aber eben auch nicht ohne Hoffnung, denn das Gericht wird hier eindeutig als Reinigung beschrieben.

Die zweite bildhafte Prophetie war wir Hesekiel sehr schmerzhaft. Denn seine eigene Frau stirbt. Sein Umgang damit ist die Botschaft an das Volk im Exil, denn sie werden bald erfahren, dass es ihren Angehörigen in Jerusalem genauso ergehen wird. Und da das Gericht verdient ist, soll das Volk nicht trauern.

Das mag für uns komisch klingen … aber letztendlich geht es wohl darum, dass wir anerkennen sollen, dass Gottes Gericht richtig und gut ist.