Jona ist sicher der bekannteste kleine Prophet. Gerade gestern kam er ja auch in der Predigt aus Lukas 11 vor, wo Jesus sich ja selber mit Jona in Verbindung bringt, in dem er seinen Tod und seine Auferstehung als das „Zeichen des Jona“ bezeichnet.

Zu Beginn tut Jona das, was alle Menschen von Natur aus tun. Er wendet sich von Gott ab … so wie der natürlich Mensch eben auch nichts von Gott wissen will (Römer 1,18ff).

Doch Gott lässt das nicht einfach geschehen. Er greift ein, indem er einen gefährlichen Sturm sendet. Ähnlich wie später Jesus, schläft auch Jona anfangs und wird dann geweckt. Doch Jona muss den Sturm anders stillen, als Jesus das dann später tut. Er kann nicht einfach Wind und Willen befehlen, still zu sein. Denn hier sind Wind und Wellen nicht ein Phänomen, das gegen Gott ist, sondern der Sturm wurde von Gott gesandt gerade wegen des Ungehorsams von Jona.

Jona ist sich dessen bewusst und ihm ist klar, dass es kein einfaches Entkommen gibt.

Und so erkennt er, dass es nur eine Option gibt. Er muss „sterben“, so dass die anderen Menschen überleben können. In gewisser Weise ist er hier also auch der Eine, der stirbt, damit die Vielen leben können. Nur ist er im Gegensatz zu Jesus eben nicht ein Unschuldiger, der für Sünder stirbt, sondern der Sünder, der bereit ist zu sterben, damit die „Unschuldigen“ überleben können.

  • Nun könnte man sicher darüber spekulieren, ob Jona Hoffnung hatte, gerettet zu werden. Doch das scheint eher unwahrscheinlich.
  • Das der HERR ihn dann doch rettet, ist Ausdruck seiner erstaunlichen und überraschenden Gnade!

Doch bevor wir dann in Kapitel 2 davon lesen sollten wir hier noch betrachten, dass die anderen Seeleute Gottes Allmacht anerkennen und IHN fürchten. Sie werfen Jona nicht einfach leichtfertig über Bord, denn sie wissen, dass Gott allein das Recht hat, Jona zu richten. Und so appellieren sie an Gottes Gnade. Und genau diese dürfen sie dann erleben.

  • Das führt zu noch größerer Gottesfurcht und zu Anbetung!
  • Möge der HERR es uns schenken, dass wir das erkennen, was die Seeleute erkennen durften (dass Gott allmächtig ist) und dann auch in gleicher Weise reagieren (in Gottesfurcht & mit Anbetung).