In Kapitel 3 wird dann noch deutlicher, dass der Hauptadressat der Anklagen Gottes Israel selbst ist. Gerade weil Israel Gottes erwähltes Volk ist, haben sie auch eine Verantwortung, für Gott zu leben. Dabei betont Amos Gottes Allmacht, die so weit geht, dass selbst jedes Unglück etwas mit Gott zu tun hat. Israel sollte nicht denken, dass sein Leid evtl deshalb geschehen ist, weil Gott mal nicht aufgepasst hätte. Nein – er steckt dahinter. (v.6f)

In allen Gerichtsworten gibt es aber auch eine Botschaft der Hoffnung. Gott wird einen Überrest Israels retten (v.12).

  • Ich denke, dass die (kleinen) Propheten mit ihren Anklagen und Gerichtsworten heute so unpopulär sind und vielen so fremd vorkommen, weil wir aus dem Blick verloren haben, wie sündig Sünde und wie heilig Gott ist.
  • Wir tun gut daran, uns durch die Propheten warnen zu lassen und uns wieder entschiedener dem Herrn zuzuwenden.
  • Dann dürfen wir auch die Hoffnungs- und Segensworte der Propheten auf uns hin anwenden.