In Kapitel 10 sehen wir, dass die ersten Ägypter den Pharao bedrängen, doch endlich zur Einsicht zu kommen. Aber der Pharao hält lieber an seinem Stolz fest, als sein Volk vor mehr Unheil zu verschonen. Die Heuschrecken erinnern dabei an das spätere Gericht über Israel zur Zeit des Propheten Joel.
In Vers 20 wird nun nochmal ganz deutlich betont, dass Gott diesen Zyklus an Plagen genauso gewollt hat. Gott bringt viele Wiederholungen hervor, um unzweifelhaft deutlich zu machen, dass ER es ist, der rettet!
In Vers 1 von Kapitel 11 offenbart Gott dann nochmal ganz klar, dass ER alles im Griff hat. Er lenkt die Gedanken und Taten des Pharaos so, dass dieser genau das tut, was Gott will. Natürlich ist der Pharao sich darüber nicht bewusst oder er trifft auch echte Entscheidungen, für die er verantwortlich ist – aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er genau so handelt, wie Gott es vorgesehen hat.
- Das ist ein Paradebeispiel, wie Gottes Souveränität und das „freie“ Handeln von Menschen eben nicht im Widerspruch zueinander stehen, auch wenn wir das in unseren Köpfen nicht zusammen bekommen.
Vers 2 mag im ersten Moment seltsam klingen. Aber auch das ist etwas, das Gott schon längst so geplant hatte und die Erfüllung der Worte aus 2. Mose 3,22.
Ab Vers 4 kommt dann die Ankündigung der letzten Plage. Wie schon zuvor bleibt der Pharao stur. Obwohl das dumm und sündig ist, ist es doch auch genau das, was Gott wollte. Das mag sehr seltsam klingen, aber in gewisser Weise lässt Gott Sünde ganz gezielt zu, um seine Pläne auszuführen und dadurch sogar noch verherrlicht zu werden.
In Kapitel 12 sehen wir das Original-Passahfest, das dann ja zu einem regelmäßigen Fest werden sollte, bis es dann ca. 1500 Jahre später in einem ganz besonderen Passamahl seine ewige Erfüllung finden würde.
- An diesem Tag aß Jesus dann zuerst das Passalamm mit seinen Jüngern, bevor er selber als das perfekte und ein-für-alle-Mal Passalamm starb, so dass durch sein vergossenes Blut alle gerettet würden, die auf IHN vertrauen.
In Vers 14 lesen wir davon, dass das Passafest ein Gedenktag war und das ist es ja bis zum heutigen Tag, da wir ja immer noch Gründonnerstag und Karfreitag feiern! Gott legt großen Wert darauf, dass alle Aspekte dieses Mahls und dieser Feier an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Das sollten wir auch heute noch tun. Sonst kann zum Beispiel eine Abendmahlsfeier bald sehr sinnentleert sein.
Ab Vers 29 sehen wir dann, dass der Pharao erst agiert, als es zu spät ist. Und selbst da wird er ja noch wieder umkippen. Aber Gott rettet sein Volk. Der Exodus beginnt. In Vers 38 wird aber deutlich, dass auch Ausländer dabei waren, die aber nur unter bestimmten Bedingungen komplett zu Israel gehören konnten (V.43f). Hier erfahren wir nun, dass in 430 Jahren aus der Großfamilie von 70 Leuten ein Volk mit 600.000 Männern plus Frauen und Kindern geworden ist, d.h. sicherlich gut 2 Millionen.
- Gottes Verheißung eines großen Volkes hat sich also schon damals erfüllt.
Zu Beginn des Kapitels lesen wir, dass der HERR Dinge anordnet, die das Volk in Zukunft an den Exodus erinnern sollen. Das Auslösen der Erstgeburt verdeutlicht, dass das Volk und all sein Besitz dem Herrn gehört und das Fest der ungesäuerten Brote erinnert direkt an den Auszug.
Dann weist Gott seinem Volk den Weg. Gott weiß darum, dass Israel nicht sonderlich mutig ist und so legt er eine Route fest, die das Volk dann auch wirklich gehen wird. Gott kennt uns und weiß halt, was er uns zumuten kann. Und er ist bei seinem Volk – damals in Wolken- und Feuersäule – und heute durch seinen Geist!
Zu guter Letzt sehen wir auch noch, dass Josef nicht vergessen wird. Man nimmt ihn mit ins gelobte Land!