Das Verzeichnis der Lagerplätze zu Beginn von Kapitel 33 nimmt uns nochmal mit in die Geschichte Israels. Die 40 Jahre seit dem Exodus werden hier knapp zusammengefasst.
Ab Vers 50 kommen dann Anweisungen zur Landnahme. Das Land soll im Losverfahren verteilt werden. Und dann kommt die Warnung, dass es Israel schlecht bekommen wird, wenn sie die Bewohner des Landes nicht komplett vertreiben. Genau das sehen wir dann ja in weiten Teilen des AT. Gott will keine Vermischung seines Volkes mit Ungläubigen.
- Wir tun gut daran, dass auch heute zu bedenken. Ich sehe immer wieder mit Sorge, dass Christen meinen, Beziehungen und ggf dann sogar Ehen mit Nicht-Christen eingehen zu können und dabei auf Gottes Segen vertrauen.
- Hier klingt deutlich durch, dass man da nicht mit Gottes Segen rechnen sollte.
Die in Kapitel 34 beschriebenen Grenzen des Landes sind interessant. Zum einen beinhalten umfassen sie nicht das Land östlich des Jordans, zum anderen umfassen sie aber mehr Land, als Israel einnehmen wird. Mancher mag dies hier als Hinweis auf ein kommendes, größeres Israel sehen. Ich kann mir das auch vorstellen. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass hier angedeutet werden soll, dass Gott für Sein Volk noch mehr hat, als was es hier auf Erden bekommt … eine neue Erde.
In Kapitel 35 ordnet Gott an, dass den Leviten 48 Städte gegeben werden sollen. Die Leviten bekommen also kein zusammenhängendes Territorium, sondern sollen unter den anderen Stämmen leben.
- Gott sorgt so dafür, dass die Priester nicht weit weg sind, sondern mitten unter dem Volk leben, für das sie eintreten sollen.
Sechs der Städte, die die Leviten bekommen, sollen als Freistädte dienen, in die Menschen flüchten können, die einen Totschlag begangen haben.
- Hier zeigt sich wiederum, dass der HERR für sein Volk sorgt. Die Freistädte sind Orte der Gnade.
- Preis den Herrn, dass Gott Freistädte gegeben hat. Meine Freistadt heißt Jesus Christus, da dieser Hohepriester niemals stirbt, werde ich – Kraft seiner Gnade – für immer in Ihm bleiben!
Gleichzeitig macht Gott auch deutlich, dass nur Er das Recht hat, Leben zu nehmen. Wenn Menschen das (ohne klare Anweisung) in die eigene Hand nehmen, wird es harte Konsequenzen haben.
Im letzten Kapitel des 4. Buchs Mose sehen wir, wie Gott für Ordnung sorgt, die Regelung aus Kap 27 weiter definiert und so dafür sorgt, dass das Erbe der Stämme erhalten bleibt. Und wir sehen zum Abschluss dieses Buchs, in dem so viel Ungehorsam zu schlimmen Konsequenzen geführt hat, dass die Töchter Zelofhads gehorsam sind.
- Damit endet das Buch auf einer positiven Note!