Der Anfang von Kapitel 9 ist seltsam, da wir ja in Vers 1b einen großen Sprung in die Zukunft machen und dort die Rede von Judas Wegführung ins Babylonische Exil die Rede ist … und dann kommt ein Vorgriff auf eine Zeit, die scheinbar sogar über das hinausgeht, wo dann das 2. Buch Chronik endet …  ab Vers 35 sind wir dann aber wieder zurück beim Stammbaum von König Saul.

Was bei der Erwähnung des Berichts über die Wegführung bemerkenswert ist, sind die gewählten Worte, die ja immerhin Teil der Geschichtsschreibung Judas sind: „Und Juda wurde nach Babel weggeführt um seiner Untreue willen.“

  • Hier wird nicht Gott angeklagt, sondern es wird offen eingestanden, dass das Leid Konsequenz der eigenen Untreue ist.
  • Das klingt sehr anders, wie das, was wir oft sagen, wenn wir Leid erfahren. Ich weiß, dass ich viel zu schnell anklage, ohne zumindest mal in Erwägung zu ziehen, dass ich evtl selber nicht ganz unschuldig bin an Schwierigkeiten, die ich erlebe.

Natürlich fällt mir das bei anderen deutlich mehr auf, als bei mir selbst … aber das macht die Sache auch nicht besser ?