Der Josefsbericht wird unterbrochen. Hier erfahren wir, wie Juda zu dem Nachkommen kommt, durch den die Verheißung in Richtung Jesus weitergehen wird. Das ist alles andere als ruhmreich. Jesu Vorfahre Perez ist das Produkt mindestens einer Mischehe und eines Akts der Hurerei. Preis den Herrn, dass es letztendlich nicht um „reines Blut“, sondern um „reine Herzen“ geht und dass Gott diese Seinen adoptierten Kindern in seiner Gnade gibt.

Ab Kapitel 39 schwenkt der Fokus zurück auf Josef. In der Sklaverei in Ägypten scheint sich das Blatt zu wenden. In Potifars Haus etabliert sich Josef schnell und gewinnt sogar die Gunst der Frau des Hausherrn … aber das ist letztendlich nicht unbedingt gut.

Josef weiß um den Gott, der alles sieht und er weiß darum, dass er seinen Herrn hintergehen würde. Und Josef so widersteht er der Versuchung und flieht der Sünde. Die Konsequenz seines richtigen Verhaltens ist erst einmal schlecht! Das ist sicher eine Glaubensprüfung für ihn gewesen.

Doch wir erfahren hier, dass Gott überall mit Josef ist, so dass der Herr ihm sowohl als Sklave, wie auch als Gefangenem Gelingen schenkt. Für Josef war das aber sicher erstmal kein wirklicher Trost

Kapitel 40 wird morgen zusammen mit Kapitel 41 mein Predigttext sein. Hier lesen wir, dass zwei Diener des Pharaos zu Josef ins Gefängnis gebracht werden. Und nun wird aus dem Träumer aus Kapitel 37 ein Traumdeuter. Josef macht ganz deutlich, dass Seine Fähigkeit nicht wirklich die „seine“ ist, sondern Gottes. Das ehrt Gott und ist schlichtweg wahr.

  • Ich befürchte, dass wir viel zu oft Geistesgaben als etwas sehen, dass wir haben und auf das wir stolz sind, anstatt immer wieder deutlich zu machen, dass alles was wir haben von Gott ist und alles was uns gelingt, nur deshalb gelingt, weil Gott Gelingen schenkt.

Und wiederum läuft es zumindest vorerst nicht gut für Josef. Der Mundschenk vergisst Josef einfach, nachdem er aus dem Gefängnis freikommt.

  • Wie oft denken wir an die Menschen, die uns beigestanden haben und uns Gutes getan haben? Hat bei uns Dankbarkeit eine längere Halbwertzeit, als z.B. Zorn?
  • Und vor allem, wie oft gedenken wir des HERRN selbst?
  • Wie dankbar sind wir Gott für das, was ER in Jesus Christus für uns und bisher in unserem Leben getan hat?
  • Vertrauen wir darauf, dass Gott auch in und durch die Irrungen und Wirrungen unseres Lebens wirkt?