1 Samuel 10

In kapitel10 sehen wir, wie Gott den Israeliten gibt, was sie wollen. Samuel verkündet, dass Saul König werden soll. Dabei sieht alles noch ganz gut aus. Gott kündigt an, dass Saul mit dem Geist des Herrn zugerüstet werden wird (10,6) und Saul bekommt von Gott ein neues Herz.

Und doch wird dann deutlich, dass die Erwählung Sauls zum König letztendlich nicht Gott gewollt war (10,19). Die Vielschichtigkeit von Gottes Willen ist hier offensichtlich … den einerseits will Gott, dass Saul König werden soll und setzt dies auch durch, doch andererseits ist er nicht der König, den Gott will. Und so sehen wir hier eben auch, dass Menschen echte Verantwortung für das tragen, was sie tun und dann auch die Konsequenzen tragen müssen.

Vers 20 zeigt dann nochmal, wie Gott in allem und durch alles wirkt. Der ja bereits klar identifizierte König wird nochmal per Los bestimmt wird. Und bei all dem wirkt Saul wie die beste und Gott-gefälligste Wahl.

  • Erst später wird dann deutlich, dass Saul zwar wie ein perfekter König aussah, aber erst sein Nachfolger (David) dann ein halbwegs guter König war … der auf den perfekten König Jesus hinweist.

 

1 Korinther 16

Dieses Kapitel ist ein typischer Briefschluss, der nach dem intensiven 15. Kapitel fast ein bisschen unvermittelt kommt.

Dabei greift Paulus in den ersten 4 Versen noch ein Thema auf, zu dem es in Korinth scheinbar eine Frage gab: „Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht …“

Paulus erklärt dazu drei Dinge:

  1. Die Gemeinde in Korinth wird da nicht anders behandelt, als andere Gemeinden auch … so wie in den Gemeinden in Galatien, soll auch Korinth gesammelt werden.
  2. Die Sammlung soll am ersten Tag der Woche stattfinden. Das ist ein Hinweis darauf, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Gemeinde in Korinth bereits am 1. Tag der Woche (also sonntags) traf. Manchmal wird ja behauptet, dass das eine spätere Erfindung sei, dass Gottesdienste Sonntagfrüh stattfinden, aber diese These ist kaum haltbar, da es einige Bibelstellen gibt, die andeuten, dass es schon in NT Zeiten dazu kam, dass sich die Gemeinde am (Auferstehungs-)Tag des Herrn traf.
  3. Gesammelt werden soll regelmäßig, weil so sichergestellt ist, dass wir unsere Verantwortung nicht vergessen.

Dann kommen Reisepläne, bevor Paulus dann mit einigen Ermahnungen endet.

  • Hier kommt nochmals ein Aufruf, wachsam im Glauben zu leben und der Liebe Raum zu geben.
  • Die Einheit der Gemeinde ist und bleibt also ein wichtiges Thema in Korinth und wird eben auch zum Schluss nochmals aufgegriffen.