In Kapitel 7 wird uns Samuel als guter Richter gezeigt, der im inneren einen Reformprozess in Gang bringt. Die Götzen werden vernichtet und dem einen wahren Gott werden Opfer gebracht. Doch die Philister sehen die Versammlung der Israeliten als Grund, diese anzugreifen. Entweder, weil sie so hoffen, möglichst viele Israeliten auf einen Schlag zu besiegen … oder weil sie befürchten, dass sich die Israeliten zu sehr zusammenrotten könnten.
Warum auch immer, die Philister ziehen zum Krieg und die Israeliten bekommen es mit der Angst zu tun. In diesem Moment zeigt sich, dass Samuel auch als Kriegsherr seine Qualitäten hat. Er bleibt inmitten der Bedrohung ruhig und ermahnt das Volk, auf Gott zu vertrauen und zu ihm zu rufen.
Und tatsächlich – der HERR streitet für sein Volk und die Philister werden vertreiben und gedemütigt.
- Samuel ist der HERR, der das Volk auf Gott hinweist und es so rettet … und damit ist er der Vorläufer des HERRN, der uns auf seinen himmlischen Vater hinweist und unser RETTER ist.
Kapitel 12 endet mit den Worten: „Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.“ Genau das tut Paulus dann in Kapitel 13. Viel wichtiger als alle spektakulären Gnadengaben ist die Liebe. Alles ist zwecklos, wenn es nicht in Liebe geschieht.
Dabei definiert Paulus die Liebe in wunderbaren Worten, die uns letztendlich die Liebe Gottes für uns vor Augen führen. Nur Gott liebt so, wie wir es im 1. Kor 13 lesen. Von daher wird uns ein ehrliches Lesen dieses Kapitels herausfordern und uns zeigen, in welchen Bereichen wir noch in der Liebe wachsen können. Als Nachfolger des Herrn, sollte das unser Bestreben sein. Dabei dürfen wir darum wissen, dass Seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen wurde, so dass wir als Christen auch tatsächlich immer mehr so lieben können, wie Gott liebt. (siehe dazu Römer 5,5)
- Möge die Liebe Gottes in uns immer mehr Raum einnehmen und möge unser Streben immer zuerst danach sein, mehr Liebe zu haben, anstatt uns primär auf spezifische Geistesgaben zu fokussieren.
- Das ist es, was die „unwissenden“ Korinther lernen mussten. Und ich denke, dass diese Lehre auch heute hoch relevant ist.