Zu Beginn von Kapitel 2 ruft Paulus zum Gebet für ALLE MENSCHEN auf.

Dabei erwähnt er konkret die Regierenden, denn wenn sie gut regieren, können wir unseren Glauben in Ruhe praktizieren und verbreiten.

Doch dann geht er überhaupt auf ALLE MENSCHEN ein und erklärt, dass es Gottes Wille ist, dass alle Menschen das Evangelium hören und im Glauben annehmen.  Dabei wird hier nicht das griechische Wort für Wille benutzt, das für den unumstößlichen Vorsatz Gottes gebraucht wird, sondern für den allgemeinen Willen, mit dem Gott zum Beispiel auch nicht will, dass Menschen sündigen. Das zeigt uns den allgemeinen Wunsch Gottes. Dem entsprechend sollten wir allen Menschen das Evangelium verkünden.

Der Hinweis auf den einen Mittler zwischen Gott dem Vater und uns Menschen – Jesus Christus – ist hier bedeutsam. Durch IHN allein können Menschen wahre Gotteserkenntnis erlangen, denn der Sohn offenbart uns den Vater und durch IHN allein können wir dann auch im Gebet zum Vater kommen.

Jesus ist dabei eben nicht nur der Mittler für die Juden. Sein Werk gilt allen Menschen. Dieses Wissen treibt Paulus in seinem Dienst als Apostel zu den Heiden an.

In Vers 8 rundet Paulus diesen Aufruf damit ab, dass er konkret Männer ermahnt, zu beten. Dann wendet er sich den Frauen zu und erklärt, dass Frauen eine andere Rolle haben. Sie sollen nicht durch prunkvolle Kleidung auffallen, sondern durch einen demütigen und zurückhaltenden Charakter. In Ephesus war das wohl eher nicht der Fall. Immerhin war die Heiden-Göttin der Stadt ja auch eine Frau (Diana) und evtl war Ephesus überhaupt etwas emanzipierter, als der Rest der Welt.

Paulus hält dem entgegen, dass Gott die Gemeinde anders geordnet hat. Frauen sollen nicht predigen und sich über die Männer erheben. Paulus macht dann deutlich, dass seine Anordnungen eben nicht kulturell oder situationsbedingt sind, der er gründet seine Ermahnung in Schöpfung und Sündenfall.

  • Diese Worte sind gerade heute sicher politisch inkorrekt.
  • Das fordert uns heraus, uns unter das glaubwürdige und gute Wort Gottes zu stellen eben gerade auch dann, wenn das auf Widerspruch stößt.