In Kapitel 14 ist wieder Juda im Fokus. Dabei lesen wir im Gegensatz zu der Situation in Israel mal wieder von einem dem Herrn (teilweise) wohlgefälligen Könige (die es ja in Israel nicht gab). Aber Amazja war nicht weise und wohl übermütig, was letztendlich zur Niederlage gegen die Brüder aus dem Norden führte.
Über den siegreichen König von Israel lesen wir dann aber nur noch, dass er stirbt und in seinem Sohn seinen Nachfolger hat. So sorgt der HERR dafür, dass diese Königslinie zumindest vorübergehend weitergeführt wird … So gibt es in Israel, wie Jehu zugesagt worden war, zumindest mal 4 Generationen einer Familie auf dem Thron … Dabei ist jedoch einer schlechter als sein Vater …
Nach einigen wenigen Worten über den nächsten (teilweise) Gott wohlgefälligen König in Juda, lesen wir in Kapitel 15 dann von der schnellen Abfolge der schlechten Könige Israels. Man fragt sich unweigerlich, wann es damit ein Ende hat und wann Gott die Geduld verliert. Und ab V.29 ist es dann so weit. Die Zerstörung und Zerstreuung Israels durch Assyrien beginnt und in Vers 30 wird uns dann der letzte König Israels vorgestellt.
Dann geht der Blick wieder zurück nach Juda. Es ist schon interessant, wie die Könige als Gott-wohlgefällig beschrieben werden und dann doch immer wieder die Einschränkung kommt, dass sie den Götzendienst nicht beendeten. Ich frage mich, ob sie selber treu den einen wahren Gott angebetet haben und einfach religiöse Pluralität im Land akzeptiert haben oder ob sie selber auch Götzenanbeter waren, die nur ansonsten „gute Menschen“ waren?
- Wie dem auch sei. Es wird deutlich, dass diese Verfehlung ernst ist. Und die traurige Realität ist, dass auch wir alle immer wieder zu Götzendienern werden. Ein ganz ungeteiltes Herz hatte nur der eine König Judas, der dann auch zu unser aller Retter wurde, Jesus!