Zu Beginn von Kapitel 12 berichtet Paulus etwas verklausuliert davon, wie Gott ihm Einblick in den Himmel gegeben hat.
Gleichzeitig hat der Herr ihm aber eben auch gezeigt und erklärt, dass er ganz bewusst in Abhängigkeit von Gott leben soll. Aus diesem Grund hat Gott ihm auch ein Leiden nicht genommen, obwohl er dreimal dafür gebetet hatte.
- Manchmal beantwortet Gott Bitten um sein Eingreifen in schweren Situationen nicht – und das zu unserem Besten. Denn so lernen wir, was Paulus gelernt hat, nämlich uns ganz auf die Gnade Gottes zu werfen und auf Gottes Kraft zu vertrauen, die in den Schwachen mächtig ist.
Dann kehrt er in Vers 11 zurück zu dem Thema der falschen Über-Apostel. Aber jetzt klagt er nicht mehr an. Jetzt ringt er um die Gemeinde. Sie sollten doch wissen, dass er ein echter Apostel ist – denn die Zeichen der Apostel haben seinen Dienst begleitet (12,12).
Er betont, dass es ihm nicht darum geht, etwas von den Korinthern zu bekommen. Sie sind für ihn kein Mittel zum Zweck, sondern sein Ziel. Er will ihre Herzen für den HERRN gewinnen.
- Das macht einen guten Hirten aus!
Er weiß darum, dass ihm seine Rede als defensive „Verteidigungsrede“ ausgelegt werden könnte, die er evtl strategisch hält. Er erklärt jedoch dass er mit einem anderen Fokus spricht: er redet „in Christus vor Gott“.
- Das ist etwas, dass wir nachahmen sollten. Sprechen wir unsere Worte immer ganz bewusst vor Gott?
- Ich versuche mich insbesondere vor dem Predigen daran zu erinnern, dass Gott mein erster Zuhörer ist und es von daher vor allem zählt, dass ihm gefällt, was ich in seinem Namen sage.