Zu Beginn von Kap. 5 sehen wir in Vers 2, dass der Pharao sehr wenig gemein hat mit seinem Vorgänger zur Zeit Josefs. Seine Worte des Unglaubens sind tragisch und doch so oft zu hören.

  • Wer Gott nicht kennt, handelt gegen Ihn.
  • Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

Bei den Israeliten entstehen aufgrund der Verfolgung Glaubenszweifel.

  • Das ist nicht ungewöhnlich.
  • Aber gerade diese Berichte können uns davor schützen, in schweren Zeiten an Gott zu zweifeln.

Damit das Volk trotzdem im Glauben weiter auf Gott vertraut, bedarf es Gottes Eingreifens und seiner Hilfe. Und genau das geschieht im Folgenden.

Zu Beginn von Kapitel 6 betont Gott gegenüber Mose, dass er selber sein Volk aus der Hand des Pharaos befreien wird und seinen Bund halten wird. Es ist schon erstaunlich, dass Mose noch Widerworte hat.

Ab Vers 14 folgt dann mal wieder eine Ahnentafel, die Mose und Aaron in Bezug zu den Vätern bringt und verdeutlicht, dass Mose und Aaron Leviten sind und wie sie von Levi abstammen.

Am Ende von Kapitel 6 wird es dann ernst. Mose und Aaron werden zum Pharao gesandt.

Zu Beginn von Kapitel 7 lesen wir von einer von Gott angeordneten interessanten Rollenverteilung: Mose agiert als Gott gegenüber dem Pharao und Aaron als Prophet. Gott macht dabei gleich zu Beginn nochmals deutlich, dass ER Pharaos Herz verhärten wird, bevor es dann zum Wechselspiel der Selbst- und Fremdverhärtung kommt.

Ab Vers 8 sehen wir dann, dass Mose und Aaron die von Gott erhaltenen Wunderzeichen gezielt einsetzen sollen. Sie sind kein Spielzeug, sondern Zeichen, die die göttliche Autorität unterstreichen sollen, mit der Mose und Aaron vor Gott treten.

  • Wunder sind in der Bibel fast immer Zeichen, die göttliche Botschafter begleiten bzw die göttliche Botschaft bekräftigen.
  • Aber wir sehen eben auch, dass die Zauberer des Pharaos „Wunder“ tun. Dabei stellt sich dann auch die Frage, ob die in Vers 11 beschriebenen Zauberer, wirklich aus Stöcken Schlangen machen konnten. Ich denke fast, dass sie eher Illusionisten waren.
  • Auf jeden Fall sollten wir uns eben nie durch „Wunder“ allein beeindrucken lassen, sondern immer prüfen, in wie weit sie die Botschaft der Bibel unterstreichen und bestätigen.

Das zweite Wunderzeichen, dass Mose in Vers 15ff tut, ist dann gleichzeitig auch die erste Plage.

Die Handlung der Zauberer in Vers 22 lässt mich noch mehr vermuten, dass die Zauberer nicht wirklich Wunder taten. Es wäre ja absurd, wenn sie auch noch Wasser unbrauchbar, stinkend und tödlich gemacht hätten. Wahrscheinlich war es bei ihnen eher ein Einfärben des Wassers. Zumindest können sie scheinbar das Wunder des Mose nicht rückgängig machen …

Am Ende von Kapitel 7 kommt dann die nächste Aufforderung an den Pharao, das Volk ziehen zu lassen – direkt verbunden mit der Ankündigung der 2. Plage, sollte der Pharao das weiter verweigern. Aufgrund der klaren Ankündigung Gottes, haben Mose und Aaron wahrscheinlich wenig Hoffnung gehabt, dass Gott ihrem Wunsch entsprechen würde.

  • Was in diesem Kapitel gerade durch die Ankündigung am Anfang sehr deutlich wird ist, dass der HERR alles im Griff hat. Wenn man nur auf die einzelnen Plagen und Reaktionen des Pharaos sieht, könnte man denken, dass der HERR immer wieder scheitert. Aber durch die einleitenden Erklärungen wissen wir, dass das nicht der Fall ist.
  • Das sollte uns gerade dann ermutigen, wenn wir das Gefühl haben, das wir am Widerstand des Bösen beständig scheitern. Wir sehen halt oft nur einen kleinen Ausschnitt … aber wir dürfen wissen, dass der

Zu Beginn des 8. Kapitels sehen wir gleich nochmal, dass die ägyptischen Zauberer entweder strohdoof oder eben keine echten „Wundertäter“ waren. Wenn sie wirklich Macht gehabt hätten, hätten Sie ja wohl eher die Frösche weggezaubert, als sie scheinbar noch zu vermehren.

Ab Vers 14 ist dann ja auch nichts mehr von den Taten der Zauberer zu hören. Sie sind mit ihrem Latein am Ende und müssen anerkennen, dass sie es eben nicht nur mit anderen Zauberern zu tun haben, sondern mit Gott selbst!

  • Uns geht es da ja manchmal nicht so ganz anders. Erst wenn wir am Ende unserer „Künste“ sind erkennen wir Gott an.

Bei der 4. Plage macht Gott ganz deutlich, dass sein Gericht selektiv ist. Er bewahrt sein Volk inmitten des Gerichts, so wie zuvor Noah in der Flut und so wie eines Tages uns Christen, wenn er zum Gericht wiederkommt.

Im Fortgang sehen wir dann, dass der Pharao mehrfach zwischen scheinbarer Umkehr und Verhärtung seines Herzens schwankt. Die Verhärtung des Herzens wird dabei abwechselnd als Gottes Werk und als eine Entscheidung des Pharao beschrieben. Dabei sind das sicher nicht zwei unterschiedlich Dinge. Je nach Perspektive ist einfach mal das souveräne Wirken Gottes im Blick (der ja auch schon Verheißen hatte, dass der Pharao ein verhärtetes Herz haben würde) und mal die menschliche Verantwortung. Diese Dinge klingen für uns als gegenseitig ausschließend – aber die Bibel lehrt uns, dass sie koexistieren.

Und wir sehen eben, dass die scheinbare Umkehr des Pharaos eben keine echte Bekehrung ist. Es ist einfach eine Reue über die Konsequenz verbunden mit einer gewissen Gott-Erkenntnis. Was dabei aber fehlt, ist die Herzensveränderung, die Gott wirken muss.

  • Nur wenn der Herr unsere Herzen anrührt, können wir in wahrhaft erkennen, als den herrlichen und guten Herrn. Und nur wenn wir IHN so erkennen, werden wir uns Ihm auch wirklich im Glauben zuwenden.

In Kapitel 9 sehen wir dann nochmal ganz deutlich (wie dann ja später auch bei Jesus und den Aposteln), dass allein die Wunder und Strafen Gottes, Menschen nicht zu wahrhafter Busse und Glauben bringen. Diese sind Zeichen, die uns helfen, etwas klarer zu erkennen, dass wir grundsätzlich schon bereit sind zu sehen. Ein Wunder allein wird niemanden bekehren (siehe dazu auch Jesus Worte z.B. in Mk. 8).

Bei der 7. Plage sehen wir dann, dass Gott auch die gläubigen Ägypter rettet … jeder, der auf Gottes Wort hört, wird verschont.