Ähnlich wie auch schon im 1. Thessalonicherbrief lesen wir gleich zu Beginn sehr herzliche Worte des Apostels.
Paulus lobt den Glauben, die Liebe und die Geduld trotz Bedrängnis und schreibt den Thessalonichern, dass er sich ihrer Rühmt.
- Das muss die Gemeinde sehr ermutigt haben.
- Ich wünsche mir, dass auch wir eine Gemeinde sind (und immer mehr werden), der sich unser HERR rühmt.
Gerade weil die Thessalonicher so sichtbar und eindeutig ihren Glauben bezeugen, dürfen sie die Gewissheit haben, dass sie am tag des Ger4ichts bestehen können, während ihre Widersacher dann zur Rechenschaft gezogen werden.
Natürlich sind die Thessalonicher nicht perfekt. Und deswegen folgt dem Dankgebet eine Fürbitte (ab Vers 11). Paulus betet hier für eine weitere Heiligung – im Wissen darum, dass Gott das Wirken muss. Später wird er dann auch die Thessalonicher dazu auffordern, weiter zu wachsen – aber hier ist erstmal Gott der Adressat dieser Bitte.
In diesem ersten Kapitel klingt auch schon das Thema der Wiederkehr Jesu und des kommenden Gerichts durch, das im Zentrum dieses Briefs steht.
Dieses Thema war bei den Thessalonichern wohl gerade deshalb in so wichtiges Thema, weil sie Bedrängnis erlebten und eine sehr akute Sehnsucht nach der Wiederkehr des Herrn hatten.
- Ich denke, dass uns das manchmal aus dem Blick gerät, vielleicht auch gerade weil es uns als Christen recht gut geht.
Da mag für uns manchmal seltsam klingen und eher Fragen aufwerfen, warum Gott eine so treue Gemeinde durch schwere Zeiten gehen lässt. Aber das ist Teil der Realität des Lebens in einer gefallenen Welt. Und gerade dann ist es wichtig, dass wir Christen uns gegenseitig ermutigen und anspornen, den Weg des Glaubens treu weiter zu gehen.
Genau das tut Paulus hier.