In Kapitel 26 sehen wir die Funktion des Gesetzes. Das Gesetz ist nicht der Weg zur Rettung. Es wurde dem bereits zuvor geretteten Volk gegeben. Es ist aber der Weg zu einem wahrhaft gesegneten Leben. Genau das Lesen wir zu Beginn des Kapitels (26,3ff).

  • Ich fürchte, dass wir das zu oft vergessen und Gehorsam zu lästiger Pflichterfüllung wird. Dabei sollte Gehorsam freudig sein, da wir wissen, dass es gut für uns ist, so zu leben, wie Gott es von uns will!

Ab Vers 14 kommt dann die Kehrseite. Ungehorsam bedeutet nicht nur, den Segen zu verpassen, sondern bringt Fluch mit sich. Dauerhafter Ungehorsam ist dabei ein Indikator davor, dass man Gott gegebenenfalls gar nicht als Herrn anerkennt. Wenn das der Fall ist, ist der Fluch auch heute noch die Konsequenz. Für allen anderen Ungehorsam (also den Ungehorsam der Gläubigen) hat Christus den Fluch auf sich genommen.

Der Aufbau des Kapitels ist sehr interessant. Gott macht große Versprechen, die an Bedingungen gebunden sind. Doch dann macht Er deutlich, dass Er davon ausgeht, dass Israel Ihm trotz Strafe langfristig und immer wieder untreu sein wird und gibt dann abschließend gerade auch den Rebellen Hoffnung!

  • Wenn ich bedenke, dass Jesus in Seiner menschlichen Natur alle Bedingungen erfüllt hat und dann den dafür verdienten Segen gegen den Fluch der Sünde eingetauscht hat, damit ich Vergebung finden kann, dann wird mir wieder so richtig deutlich wie groß und wunderbar Gottes Liebe und Gnade ist!

Das abschließende Kapitel 27 scheint irgendwie nicht so ganz zu dem davor zu passen.

Die Gott gegenüber gemachten Zusagen sind von großer Bedeutung und sind deshalb mit einer Auslöse verbunden, wenn sie nicht eingehalten werden. Dies scheint ein Weg zu sein, wie der Unterhalt der Stiftshütte finanziert wurde. Wir sehen also, dass Gott selbst die Unzuverlässigkeit der Menschen planvoll gebraucht.