Kapitel 29 setzt die Beschreibung der regelmäßigen Opfer und Festtage aus Kapitel 28 fort. Hier wird auch deutlich, dass Israel wohl sehr viele Tiere bei der Wüstenwanderung dabei hatte, so dass sie täglich und regelmäßig opfern zu konnten
In Kapitel 30 sehen wir, dass die Verbindlichkeit der Gelübde der Frauen davon abhing, ob Väter bzw Ehemänner dagegen intervenieren.
- Das zeigt uns, welche Verantwortung Väter für ihre Kinder und Ehemänner für Ihre Frauen tragen.
- Hier wird auch deutlich, dass Männer als Haupt der Frau agieren sollen, auch wenn das natürlich überhaupt nicht zum Zeitgeist passt.
Interessant ist auch, dass Passivität für Väter und Ehemänner keine echte Option ist … wer nicht eingreift und passiv bleibt, hat letztendlich zugestimmt. Das sollte manche Männer mobilisieren, ihre Verantwortung bewusst wahrzunehmen.
Ab Kapitel 31 geht es dann weiter mit der Beschreibung der Schritte Israels in Richtung Landnahme. Jetzt kommt die Abrechnung mit den Midianitern. Diese hatten mit Hilfe von Bileam versucht, die Israeliten zu verfluchen. Hier wird nun auch deutlich, dass Bileam kein „guter Prophet“ war, denn auch er wird gerichtet.
Vor allem dann das Ausrotten der Midianiter, inklusive deren Frauen und Kinder (mit Ausnahme junger Mädchen) klingt sicher erstmal befremdlich. Aber Gott will Reinheit und Er richtet. Die Midianiter hatten versucht, Israel von Gott abzubringen. Sie waren also Instrumente Satans in einem geistlichen Kampf. Dabei waren gerade auch die „fremden“ Frauen auf diejenigen, die die Israeliten verführt hatten. Natürlich sind die Israeliten dafür auch verantwortlich … und der HERR hatte sie ja auch immer wieder für ihren Götzendienst gestraft. Aber uns muss eben auch klar sein, dass es sich hier nicht um „unschuldige“ Frauen & Kinder handelt, sondern um Menschen, die gegen Gottes Volk und letztendlich gegen Gott sind. Deshalb ist es nur rechtens, dass der HERR hier sein Gericht vollstreckt. Denn ER muss ja niemandem gnädig sein.
- Uns sollte klar sein, dass wir nichts Besseres verdient gehabt hätten und wir großen Grund zur Dankbarkeit haben, wenn wir Gottes Gnade erfahren haben und durch den Glauben mit ihm versöhnt sein dürfen.
- Und uns muss klar sein, dass Gott auch heute noch jeden Menschen, der im Unglauben verharrt und damit eben gegen Gott rebelliert, richten wird. Ein „natürlicher“ Tod mag uns da weniger brutal vorkommen … aber letztendlich ist der Tot (egal wie er dann zustande kommt), bei weitem nicht das Schlimmste, was die Ungläubigen zu fürchten haben.
In Kapitel 32 beginnt die Landverteilung. Das Land, das Ruben haben will, war sicher gut fürs Vieh … aber es war ja eigentlich nicht das gelobte Land. Von daher ist diese Wahl wohl mal wieder typisch menschlich. Diese Regionen werden später die ersten sein, die von den Feinden (Assyrer) besiegt werden.
- Ich möchte mich zumindest immer wieder neu darauf besinnen, dass Gott uns ein Land verheißen hat, dass nicht das erste ist, was uns vor Augen ist … und gerade deshalb will ich immer mehr lernen, auf die Dinge vor Augen zu verzichten, wenn es nicht Dinge sind, die Gott mir nicht unbedingt für das hier und jetzt gegeben hat.