In Kapitel 31 wird Josua als Nachfolger Moses eingesetzt und dann folgen Ordnungen für die Zeit nach Moses Tod und für die Zeit im Gelobten Land. Das Kapitel endet dann mit Worten, die ernüchternd sind. Hier wird ganz deutlich, dass (trotz der scheinbar freien Wahl der Israeliten), der Ausgang schon feststeht. Mose sagt „Denn ich weiß, dass ihr euch nach meinem Tode sehr versündigen werdet“ (31,29). … denn das ist es, was der gefallene Mensch immer tun wird L
Wie schon seine Schwester zuvor nach dem Auszug aus Ägypten, so preist Mose nun in Kap 32 Gott in einem Lied. Dieser Lobpreis ist sicher für unsere Ohren recht ungewöhnlich, weil Gott nicht nur für Macht und Seine Liebe gepriesen wird, sondern auch für Sein Richten der Feinde. Dafür schämen sich Christen manchmal wohl eher für das Richten Gottes und reden ungern darüber – evtl auch deshalb, weil wir die Heiligkeit Gottes weniger begreifen und/oder achten, als Gott selbst.
Außerdem ist dieses Lied in Teilen wohl mehr an das Volk, als an Gott gerichtet, denn Mose verkündet hier die mächtigen Werke Gottes und lobt seinen Charakter. Gott ist der Herr über alle Dinge, auch über Leben und Tod (V.39).
- Das sollten wir bedenken, wenn Abtreibung und Sterbehilfe diskutiert bzw praktiziert werden. Da maßt sich der Mensch etwas an, das nur Gott zusteht!
Beim Lobpreis des Mose spielt die Treue Gottes neben seiner Macht und Ehre eine große Rolle. Und Gott wird mehrfach als der Gott Israels gepriesen. Er hat sein Volk erwählt und er ist seinem Volk treu!
In den Versen 45-52 gibt Mose eine letzte Ermahnung und bekommt dann den Auftrag zum Sterben auf den Berg zu gehen. V. 52 ist Gericht und Gnade zugleich – zumindest sehen darf er das Land.
In Kapitel 33 kommt nun dieser durchweg positive, Mut-machende Segen über die Stämme Israels.
Und zum Abschluss sehen wir dann ein Kapitel (Kap 34), das wohl kaum von Mose selbst geschrieben wurde!?! Und doch können zumindest bestimmt Teile auch von keinem anderen Zeugen verfasst worden sein, sondern nur durch Inspiration, denn Mose ging ja wohl alleine auf den Berg, und niemand sonst wird wohl die Stimme Gottes, die zu Mose kam, gehört haben … und Mose konnte das ja keinem mehr sagen.
- Schön, wie liebevoll Gott mit Mose umgeht – er begräbt ihn selbst. Dabei muss es wohl zu der Szene gekommen sein, die Judas beschreibt (der Streit über den Leichnam des Mose)
In den letzten Worten wird Mose als der höchste aller Propheten beschrieben … zumindest bis zur Zeit Johannes des Täufers und dann natürlich bis hin zu Jesu, der dann ja ein Prophet wie Mose ist … und noch viel mehr!