In Kapitel 2 setzt Amos seine Anklage gegen Nationen fort. In den Versen 1-3 ist dabei Moab im Fokus. Die Verse 4-5 mit der Anklage gegen das Südreich Juda (aus dem Amos ja stammte), dürften dann für die Adressaten des Propheten im Nordreich Israel schon etwas überraschender gewesen sein.
Und dann kommt Vers 6 und damit nun – nach den Anklagen gegen alle umliegenden Völker – eine Anklage gegen Israel selbst. In diesem Moment dürfte das zustimmende Nicken der Zuhörer zu einem abrupten Ende gekommen sein. Und die Anklage gegen Israel ist dann spezifischer und länger, als alle vorherigen Anklagen.
Amos spricht Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit und Undankbarkeit an und erinnert Israel an seine Treue und Hilfe.
In den letzten Versen kommt dann eine Androhung von Gericht.
- Ich denke, dass wir uns durch diese Worte auch persönlich ermahnen lassen sollten. Hoffentlich lesen wir diese Worte nicht so, wie Israel ggf die, der Anklagen gegen die anderen Völker bis 2,5 … nämlich eher teilnahmslos.
- Wir sollten uns hinterfragen, ob es Anklagen gibt, die der HERR auch gegen uns vorbringen könnte?
- Und dann sollten wir Buße tun, das heißt, mit dem Falschen & Bösen aufhören und stattdessen Gutes tun.