Scheinbar ist Gott mit dem (noch gar nicht fertig gebauten) Tempel nicht völlig zufrieden.
Prophetisch wird betont, dass dieser Tempel längst nicht so prächtig ist, wie der vorherige.
Nachdem die Juden im Gehorsam zu Gott mit dem Wiederaufbau des Tempels wieder begonnen haben, kündigt Gott jetzt selbst einen Tempel an, der noch herrlicher sein wird, als der erste.
Das Buch endet mit etwas verwirrenden Worten an Serubbabel. Es ist wohl so, dass Serubbabel, wie auch der Tempel, hier eher symbolisch erwähnt wird.
- Serubbabel steht dabei wohl für Jesus …
- … und der Tempel, von dem hier die Rede ist, steht für das neue Haus Gottes (siehe auch 2. Kor 6,16; 1. Pet 2,4ff)
- Von daher darf uns dieses Buch herausfordern, über die Gnade und Großzügigkeit Gottes zu staunen und uns selbst dabei zu hinterfragen, ob wir großzügig für das Werk des Herrn geben. Heute muss dazu kein physischer Tempel gebaut werden. Das Haus Gottes wird anders gebaut, nämlich durch die Verkündigung des Evangeliums. Gemeinden sollten ihre Finanzen so einsetzen, dass das im Zentrum steht. Und dafür sollten wir Christen großzügig geben.