Hiobs Rede geht in Kapitel 14 noch weiter. Jetzt denkt er laut über die Endlichkeit des Lebens nach. Hier klingt die Hoffnung nach einem Leben nach dem Tod durch … und der Wunsch, dass Gott uns verbergen möge, wenn sein Zorn kommt.

  • Was Hiob hier noch eher tröstlichen aber wohl unrealistischen Gedanken hat, ist dann genau das, was Gott für jeden tut, der im Glauben zu Jesus Christus flieht.

In Kapitel 15 beginnt der zweite Redezyklus seiner Freude. Wiederum beginnt Elifas. Dieser ist inzwischen ebenfalls frustriert und ist die Gegenreden Hiobs satt und sieht gerade darin seine Schuld manifestiert.

  • Für Elifas ist die Sache jetzt ganz klar – Hiobs Leiden sind die Konsequenz von Sünde.
  • Hier sehen wir, was geschieht, wenn ein Wort das Andere gibt. Letztendlich sind alle frustriert.

In Kapitel 16 spricht Hiob sein Urteil über seine Freunde, die ja ursprünglich zu ihm gekommen waren, um ihn zu trösten. Sie haben versagt! Dann beschreibt Hiob seine paradoxe Situation. Er erkennt, dass Gott letztendlich hinter seinem Leiden steckt, doch andererseits vertraut er darauf, dass Gott auch sein Fürsprecher sein wird: „19 Siehe, auch jetzt noch ist mein Zeuge im Himmel, und mein Fürsprecher ist in der Höhe.“

  • Letztendlich wird sich diese Vermutung ja als genau richtig erweisen … doch im Moment ist das eben nur eine gedankliche Option, die Hiob durch den Kopf geht.

In Kapitel 17 sehen wir, wie Hiob sich weiter ums ich selbst dreht. Er sieht Tot als die Option, die ihn aus seinem Leiden befreit. Andererseits würde das bedeuten, dass Gott ihn nicht mehr vor aller Welt rechtfertigen kann.

  • Was Hiob noch nicht weiß ist, dass Gott ja genau das tun wird.
  • Das Dilemma von Hiob ist letztendlich eins, das jeder Leidende hier auf Erden kennt. Doch wir haben die Perspektive selbst über den Tod hinaus.
  • Das, was Hiob auf Erden erleben wird, ist unsere sichere Hoffnung für die Ewigkeit, so dass wir selbst den Tod nicht fürchten müssen.