In Kapitel 3 wird einerseits eindeutig der Pfingsttag beschrieben, andererseits kommen dann Aussagen, die auf die Zeit der Wiederkehr des Herrn hindeuten.
Aus heutiger Sicht können wir feststellen, dass die Worte des Propheten über den kommenden Tag des Herrn umso glaubhafter sind, da sich ja Teile seiner Prophetie sehr eindeutig an Pfingsten bereits erfüllt haben.
Eine weitere Schwierigkeit in diesem Buch ist die strikte Trennung zwischen Gottes Volk und den Heiden. Sowohl die auf „Gottes Land“ begrenzte Gnadenzusage am Ende von Kapitel 2, wie auch die Worte über das Strafgericht über die Heiden in Kapitel 4 sollten wir wohl so verstehen, dass es hier letztendlich um die Trennung zwischen denen geht, die zu Gott gehören und denen, die ihn nicht anerkennen. Gottes Volk besteht dabei ja eindeutig aus Gläubigen aller Völker, Länder, Sprachen und Nationen …
Mir ist klar, dass es da Ausleger gibt, die das anders verstehen, aber ich gehe davon aus, dass die im AT auf Gottes Volk (dort oft „Israel“ oder „Juda“) sich letztendlich auf das Israel Gottes, das aus allen Gläubigen besteht, bezieht.
Genauso gelten die Gerichtsworte eben nicht allen nicht-Israeliten, sondern nur denen, die sich Gott (Jesus Christus) nicht in Buße und Glauben zuwenden.
Und so hat Joel letztendlich eine sehr evangelistische und für die Gläubigen tröstliche Botschaft.
- Ich möchte hier jetzt gar nicht allzu viel schreiben. Vielmehr lade ich uns ein, das Buch aufmerksam zu lesen und dann gut vorbereitet auf die am Sonntag beginnende Predigtserie zu Joel zu hören.
- Gerne könnt Ihr auch für die Predigten – und für die Hörer beten.