3,1-4: „1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. 3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. 4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.

Zu Beginn des 3. Kapitels erklärt Paulus, dass die erfahrene Gnade Gottes, unser gegenwärtiger Stand als Kinder Gottes und unsere zukünftige Hoffnung uns zu einem frommen Leben motivieren sollten.

Durch den Glauben sind wir mit Christus gestorben, das heißt, dass unser altes Leben vorbei ist, in dem wir ohnehin geistlich tot waren. Und wir sind mit Christus auferstanden, zu einem neuen Leben. Diese geistliche Realität kommt in der Taufe – von der ja in Kapitel 2 die Rede war – sichtbar zum Ausdruck. In Römer 6 bringt Paulus diese beiden Aspekte ganz direkt miteinander in Verbindung. Ähnlich wie in Römer 6 geht es auch hier darum, wie wir nun als Kinder Gottes (die mit Christus auferstanden sind) leben sollen.

Dabei soll Christus der Fokus unseres Lebens sein. In Philipper 1 bringt Paulus das kurz und knapp in der Formel „Mein Leben ist Christus“ auf den Punkt. Hier schreibt er davon, dass wir nach dem suchen, bzw. uns danach ausrichten sollen, wo Christus ist. Dabei wird uns hier gesagt, dass er zur Rechten Gottes sitzt. Physisch ist Jesus Christus bis zu seiner Wiederkehr im Himmel, wo er uns vor dem Vater als unser Mittler vertritt. Aber im Geist ist er bei uns alle Tage.

Und eines Tages wird Christus wiederkommen – er wird offenbar werden. Das ist der Tag, auf den wir zu leben. Mit dem Fokus auf den erhöhten Christus sollen wir hier auf Erden leben, bis er kommt.

  • Die Gefahr ist real, dass wir für das leben, was vor Augen ist – für diese Welt.
  • Deswegen müssen wir Christus immer wieder durch die Bibel und durch Predigten und Lehre vor Augen gemalt bekommen.
  • Nur so verlieren wir ihn nicht aus dem Blick.

Die Worte der Verse 1-4 erinnern ein wenig an Jesu Aussage aus der Bergpredigt, dass wir nach dem Reich Gottes trachten sollen (Mt. 6,33)

  • Wie willst Du das diese Woche ganz konkret machen?