Um die drei Gleichnisse aus Kapitel 15 richtig zu interpretieren, sollten wir den Kontext bedenken. Ganz zu Beginn des Kapitels lesen wir: „1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.“
Die drei Berichte über Verlorenes, das wiedergefunden wird, sollen also dieses Denken der Pharisäer korrigieren.
- Die Verlorenen (Schaf, Groschen, Sohn) sind jeweils Symbole für Menschen, die im Unglauben verloren sind. Doch Gott greift ein. Er sucht, findet und rettet. Und dann jubilieren die Engel im Himmel.
- Beim Sohn kommt neben dem Jubel darüber, dass der Verlorene gerettet ist auch noch der Bruder in den Fokus. Der war immer ein „guter“ Junge und ist voller Ablehnung und Neid gegenüber dem vormals verlorenen Sohn. Mit diesem Gleichnis greift Jesus sehr direkt das Verhältnis der Pharisäer ggb den Zöllnern und Sündern auf.
Möge der HERR uns immer mehr zu Menschen machen, die sich gerade auch über Gottes Gnade im Leben Anderer freuen.