Mit dem 6. Kapitel setzt sich die Vision aus Kap 4 & 5 fort … und doch beginnt hier nun etwas Neues.
Mit dem Öffnen der Siegel wird Johannes (und wir mit ihm) mitgenommen, in die Abläufe der Dinge, die zwischen Jesu Himmelfahrt und Seiner Wiederkehr geschehen werden.

Ich halte nicht allzu viel davon, diese Dinge an festen historischen Ereignissen festzumachen oder darüber zu spekulieren, was genau schon geschehen ist.
Grundsätzlich scheinen die sieben Siegel (ähnlich wie dann spätere Berichte) aber die komplette Geschichte bis zum Ende aller Dinge zu beschreiben und zumindest das 6. (und 7.) Siegel sind von daher sicher noch nicht geöffnet worden.

Noch wichtiger finde ich die Erkenntnis, dass es Jesus ist, der die Siegel öffnet und der diese Dinge im Griff hat.

  • Alles Leid und alles Chaos was wir ggf in dieser Welt erleben ist niemals ein Indiz dafür, dass der Herr die Kontrolle verloren hat, sondern dafür, dass wir uns auf die Endzeit zubewegen.

Wie sehr Gott die Kontrolle über alle Dinge hat zeigt sich z.B. beim 5. Siegel … selbst die Anzahl der Märtyrer ist vorherbestimmt. Das darf uns Trost und Zuversicht geben.
Wir sind deshalb aber natürlich nicht aus unserer Verantwortung entlassen, das zu tun, wozu Gott uns berufen hat. Aber in allem dürfen wir wissen, dass Gott alles fest im Griff hat und er alles zu einem guten Ende bringen wird.
Genau das zeigt uns der Herr durch den Bericht in unserem heutigen Kapitel.

  • Ich lobe und preise unseren allmächtigen Herrn, der alles – Siegel inklusive – in seiner Hand hält und dafür sorgen wird, dass denen die Gott lieben und nach seinem Ratschluss berufen sind, alle Dinge zum Besten dienen werden!