16,17-20: „17 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. 18 Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. 19 Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen. 20 Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“
Ab Vers 17 kommt dann nochmal eine Ermahnung – fast so, als sei Paulus plötzlich noch etwas Wichtiges eingefallen, das er als P.S. nachliefert. Hier wird vor Ketzern gewarnt, von denen man sich abwenden soll. Paulus lehrt hier, dass Christen sich gar nicht erst auf die zerstörerischen Argumente der Irrlehrer und Spalter einlassen sollten, denn damit ist bei Ungläubigen ohnehin nichts zu gewinnen. Ungläubige brauchen letztendlich keine neuen Argumente zu den Streitfragen, die sie aufwerfen, sie brauchen das Evangelium. Apologetik hat seinen Wert, wenn sie auf neutrale Ohren trifft. Aber letztendlich brauchen Menschen das Evangelium und daran werden sich die Geister am klarsten scheiden.
Vers 19 ist dann nochmal eine Ermutigung für die Römer – Paulus betont, dass der Gehorsam der Römer so bekannt ist, dass man überall darüber spricht. Ganz ähnlich hatte er ja auch schon am Briefanfang in Kap. 1, Vers 8 geschrieben, dass man über den Glauben der Römer überall spricht.
- Möge das auch wahr sein und immer mehr wahr werden für unsere Gemeinde, so dass man unter Christen bei der FEG MM immer an eine Gemeinde denkt, in der großer Glaube und treuer Gehorsam zu finden ist.
Paulus verbindet den Zuspruch mit einem Aufruf dazu, dass die Römer weise sein sollen und sich vom Bösen abwenden und stattdessen dem Guten viel Raum geben sollen.
In Vers 20 folgt eine heilsgeschichtlich wichtige Aussage: „Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze.“
- Das erinnert an die Verheißung aus 1. Mose 3,15 … Jesus ist der verheißene Schlangenzertreter.
Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus den Satan in gewisser Weise bereits besiegt. Aber noch hat der Satan einen gewissen Spielraum. Doch wenn Jesus wiederkommt, wird er ein für alle Mal besiegt und gerichtet sein.
- Möge dieser Tag bald kommen!