Auch in diesem Kapitel bekommen wir nochmal einen recht detaillierten Bericht davon, wie das Volk Israel (bzw die beauftragten Arbeiter & Künstler) treu das tut, was der HERR angeordnet hatte. Der doppelte Bericht von all diesen Dingen (zuerst bei der Beauftragung von Gott und hier nun bei der Umsetzung) will uns deutlich vor Augen führen, dass Gott sehr genau festlegt, wie sündige Menschen mit dem heiligen Gott in Kontakt kommen können. Und hier sehen wir auch mal, dass das Volk gehorcht.
Nachdem alles fertig gestellt ist, prüft Mose alles sehr genau. Seine Erfahrungen waren ja nicht gerade positiv und Gott ist zu heilig, als dass er sich die Mühe sparen könnte.
- Wenn es um Gott geht, tun wir gut daran, alles sorgfältig zu prüfen!
Mose stellt voll Freude fest, dass alles genau so war, wie Gott es befohlen hatte! Das ist ein Echo, dass sich durch diese Kapitel und vor allem durch die letzten Verse dieses Kapitels zieht.
Jetzt ist alles vorbereitet für den absoluten Höhepunkt des 2. Buchs Mose … und dazu kommen wir morgen.
Die Apostelgeschichte ist wirklich der 2. Teil des Lukasevanegliums. Das wird durch die Eingangsworteganz deutlich, in denen Lukas den gleichen Adressaten (Auftraggeber) Theophilus anspricht und sich auf einen 1. Bericht bezieht.
Von daher überrascht es nicht, dass der zweite Teil des Berichts des Lukas da weitermacht, wo der erste Teil aufgehört hat – mit der kurzen Zeit, während der der auferstandene Herr Jesus sich seinen Jüngern zeigte und dann in den Himmel auffuhr. Dabei ist es recht offensichtlich, dass sich das letzte Kapitel des Lk-Evangeliums und das erste Kapitel der Apg 1 überschneiden.
Trotz aller Überlappungen mit Lukas 24 hat Apg 1 aber einen etwas anderen Fokus. Hier steht nun Jesu Auftrag zum „Zeugen sein“ im Zentrum. In Lukas 24 heißt es da nur, dass die Jünger damit in Jerusalem beginnen sollen. Hier gibt es ein konkreteres Programm: „und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“
Das ist eher eine Zusage, als eine Anweisung … und genau so kommt es dann ja auch. Das ist die Zusammenfassung der Apostelgeschichte.
Aber erstmal ist Geduld gefragt. Und so folgt der Bericht von Jesu Himmelfahrt und dann eine Zeit des Wartens. Denn ohne die Kraft des Heiligen Geistes können die Jünger nichts tun. Und so warten sie und berufen einen Nachfolger für den Verräter Judas.
- Wir haben den Heiligen Geist – wir müssen also nicht mehr warten und können jetzt Zeugen sein, wo auch immer Gott uns hinstellt.
- Und doch gibt es Zeiten, in denen der HERR auch uns lehrt, Geduld zu haben. Denn es gibt Vieles, bei dem wir nichts tun können, außer zu beten und auf Gottes Handeln zu hoffen und zu warten.