In Kapitel 37 lehrt Elihu, wie groß, mächtig und weise Gott ist. In dieser Rede steckt keine Anmaßung, sondern einfach nur das Staunen über die Größe Gottes. Wie auch immer wir die Reden des Elihu bewerten sollten – das, was er hier sagt ist wahr und sollte uns in die Anbetung führen.
In Kapitel 38 ergreift nun endlich Gott selbst das Wort. ER hat es nicht nötig, dass andere für IHN sprechen. Der HERR stellt Hiob viele Fragen. Dadurch offenbart ER Hiob und uns allen, dass es Vieles gibt, was wir nicht wissen und vermögen. Letztendlich ist Gottes Rede eine Ermahnung an Hiob und alle seine Freunde, nicht Mutmaßungen über Gottes Taten und Pläne anzustellen.
- So ist das ja auch heute noch. Vieles verstehen wir nicht … aber wir dürfen uns an den Dingen festhalten die klar sind, gerade auch dann, wenn alles scheinbar durcheinander geht. Röm 8,28 ist da so ein Vers!
In Kapitel 39 gehen die rhetorischen Fragen Gottes weiter, die uns verdeutlichen, dass es viele Dinge gibt, die wir nicht wissen und verstehen.
- Tatsächlich sind diese Fragen hilfreich, da sie uns hilfreich in unsere Schranken weisen!
- Diese Fragen können auch in einem apologetisch-evangelistischen Gespräch durchaus mal hilfreich sein.
Zu Beginn von Kapitel 40 ruft Gott dann allgemein dazu auf, IHM zu antworten, wenn man es denn vermag.
Hiob antwortet … und erkennt in aller Demut an, dass er keine Antwort hat und nur zu schweigen vermag … damit tut Hiob genau das, was seine Freunde hätten tun sollen!
- Hiob offenbart uns hier die Weisheit, die aus der Furcht des Herrn stammt.
Psalm 19:
Dieser Psalm ist ein großartiger Lobpreis Gottes. Dabei sehen die ersten 7 Verse auf die allgemeine Offenbarung Gottes in Seiner Schöpfung. Damit knüpfen sie an das an, was der Herr selbst in Hiob 38-39 durch seine Fragen verdeutlicht hatte.
- Die ganze Schöpfung zeugt vom Schöpfer. Jede Blume, jedes Lebewesen, mächtige Berge, das Meer und die Sonne
- Wer sich das alles ansieht kann erahnen, wie groß, weise und mächtig der Gott ist, der das alles gemacht hat.
Doch Gott hat uns nicht nur die allgemeine Offenbarung der Schöpfung gegeben. In Seinem Wort gibt er uns auch noch eine spezielle Offenbarung, so dass wir erkennen können, was sein Wille ist, wie gutes Leben geht, und was wir lassen sollten. Davon ist ab Vers 8 die Rede. Dabei betonen diese Verse die Perfektion des Gesetzes. Gottes Wort ist vollkommen gut und deshalb vollkommen glaubwürdig.
- Das hat Hiob noch nicht zu hören bekommen. Aber wir durften sein Wort hören. Das ist ein großes Privileg.
- Wir tun gut daran, auf Gottes Wort zu hören. Immerhin sind das die Worte des Schöpfers aller Dinge, der alles weis und erkennt.
Ab Vers 12 ändert sich der Fokus. Aus allgemeinem Lobpreis wird eine direkte Ansprach Gottes. Dabei schaut der Psalmist auf sich selbst und erkennt, dass Gott uns nicht nur den Weg weist, sondern uns auch vor falschen Wegen warnt, uns Sünden vergibt und uns davor bewahren kann, auf falsche Wege zu geraten.
Vers 15 ist ein wunderbares Gebet zum Abschluss: „Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes / und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser.“
AMEN!