4,32-37: „32 Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. 33 Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. 34 Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Äcker oder Häuser besaß, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35 und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. 36 Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37 der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.“
Ab Vers 32 bekommen wir einen wunderbaren Einblick in das Miteinander der ersten Gemeinde in Jerusalem. Wenn wir bedenken, dass die Gemeinde inzwischen aus 5000 Menschen (oder Männern?) bestand, ist die Aussage in Vers 32 umso erstaunlicher: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele.“
- Das darf uns herausfordern, in unseren viel kleineren Gemeinde wirklich auf alle unsere Mitglieder Acht zu haben und sie zu lieben.
- Es geht hier offensichtlich nicht einfach darum, mit einigen Freunden sein soziales Bedürfnis zu befriedigen, sondern darum das zu tun, was der Herr in Joh 13,34 geboten hat. Das ist eine tiefe und umfassende Liebe untereinander.
Die Geschwisterliebe wird tätig. Es gab eindeutig noch Privateigentum, aber es wurde nicht mehr in dieser Kategorie gedacht. Genau das lesen wir in Vers 32b (auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam) und praktisch angewandt hieß das dann, dass man bereit war, sein Eigentum (oder einen Teil davon) zu Geld zu machen und damit für diejenigen zu sorgen, die nicht genug hatten. Das wird uns in den Versen 34-35 allgemein beschrieben und in den Versen 36-37 wird Josef Barnabas als ein Paradebeispiel dafür genannt.
- Diese Form der wahrhaft gelebten Großzügigkeit darf uns ebenfalls sehr herausfordern. In unserer Gesellschaft und sicher auch in unseren Gemeinden ist ein solches Verhalten sicher höchst selten anzutreffen.
- Mich fordert das auch persönlich heraus. Aber tatsächlich sollten wir nie nach Reichtum streben. Das wird sehr leicht zu einem Götzen. Und es kann ein Ausdruck eines Mangels an Gott vertrauen sein, denn Gott hat uns ja zugesagt, dass er für uns sorgt.
- Ein Weg wie Gott für die Seinen sorgt ist, durch das Miteinander und die Großzügigkeit der Geschwister, denen der HERR mehr anvertraut hat.
Vers 33 – mitten in diesem Abschnitt – ist bedeutend: „Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen.“
- Es wirkt so, als würde der HERR hier durch diese Kraftwirkungen sein Wohlwollen, über das zum Ausdruck bringen, was uns über die Gemeinde gesagt wird.
- Nächstenliebe & Großzügigkeit in der Gemeinde sind sicher nicht ein Instrument, mit dem man etwas von Gott bekommen kann. Aber es ist ein Verhalten, das von Gott durch sein Wirken als ihm wohlgefällig bestätigt wird.
- Möge das auch bei uns und in uns weiter wachsen und möge der Herr auch uns dann darin segnen.