1,1-2: „1 Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, an die Heiligen in Ephesus, die Gläubigen in Christus Jesus: 2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Der Epheserbrief beginnt mit einem kurzen Gruß, der einerseits unspektakulär ist, da hier nicht schon größere Themen aufgegriffen werden, die dann im Brief bedeutend werden, so wie wir das zum Beispiel im Galaterbrief gesehen haben. Andererseits stecken auch in diesem kurzen Briefanfang einige wichtige Aussagen.

Paulus wählt nicht die demütige Selbstbeschreibung „Knecht Christi Jesu“, wie zum Beispiel im Philipperbrief. ER betont vielmehr seine Position als Apostel, die dem göttlichen Willen entspringt. Damit deutet er das Thema der göttlichen Erwählung an, das dann im Fortgang weiter ausgeführt wird.

Die Christen werden als Heilige angesprochen. Das ist eine positionale Beschreibung. Auch die Epheser sündigen noch. Aber in Christus stehen sie vor Gott als Heilige. Der Begriff hat aber noch eine zweite Bedeutung. Heilige sind von Gott für sich selbst „Ausgesonderte“. Als Heilige gehören die Christen zu Gott und sollten für Ihn leben.

Und die Christen sind die Gläubigen „in Christus Jesus“. Sie glauben nicht nur an IHN – sie sind mit ihm so verbunden, dass ER in ihnen und (wie hier betont wird), sie in IHM sind.

  • Beide Aspekte dürfen uns ermutigen. Gott hat uns in seiner Gnade ausgesondert und er sieht uns nicht mehr als Sünder an. Wir Christen sind HEILIGE!
  • Und wir sind Christus Jesus. Das darf uns Sicherheit und Geborgenheit geben!

Schließlich lesen wir einen ganz typischen Gruß, wenn Paulus schreibt: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

  • Ich wünsche uns, dass das nicht nur wahr, sondern uns auch ganz bewusst ist und wir aus seiner Gnade leben und seinen Frieden in unseren Herzen erleben dürfen.