1 Samuel 6

Nachdem die Philister erleben, dass die Gegenwart der Bundeslade ihnen alles andere als gut tut, senden sie die Lade zurück und schicken auch noch Gold zur Sühne mit. Gott, dessen Gegenwart ja durch die Bundeslade symbolisiert wird, ist eben kein Spielball, den man sich aneignen kann. Gottes Gegenwart ist auch nicht einfach „gut“. Er ist ein heiliger Gott und seine Gegenwart können Menschen ohne Schutz bzw Mittler nicht ertragen, es sei denn, dass Gott sich ihnen in seiner Gnade erbarmt.

Die Israeliten empfangen die Lade würdig und voll Dankbarkeit.

  • Dabei stellt sich die Frage, ob das nun wirkliche Umkehr ist oder auch auf ihrer Seite weiter ein falsches Vertrauen in die Bundeslade?
  • Und auch Israel erlebt, dass Gott heilig ist. Diejenigen, die die Bundeslade als Schaulustige ansehen, müssen sterben. Nur wahre Anbeter, die in angemessener Weise (entsprechend den Anordnungen des HERRN) vor Gott treten, können vor ihm bestehen.

Und so erlebt Israel, dass das, was wirklich nötig ist, eben nicht einfach nur die Bundeslade ist, sondern eine „heile“ Beziehung zu Gott. Deshalb brauchen wir den, durch den die Gegenwart Gottes dann tatsächlich zu uns kam.

 

1 Korinther 12

Beginnend mit Kapitel 12 kommt Paulus auf ein weiteres Thema zu sprechen. Wahrscheinlich geht auch das auf eine Frage zurück. Dabei geht es um Geistesgaben. Den Korinthern war dieser Bereich wohl sehr wichtig. Und doch agieren sie damit scheinbar wie „Unwissende“, denn genau so beginnt Paulus ja seine Erklärungen (Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit lassen). Das klingt schon etwas ironisch und ist wahrscheinlich auch genau so gemeint.

Das „Unwissen“ zeigt sich wohl darin, dass es eine zu große Faszination für Dinge wie Zungenrede und Prophetie gab und diese Gaben selbstsüchtig eingesetzt wurden. Paulus hält dem entgegen, dass Geistesgaben immer zum Wohl der Gemeinde gegeben sind (V.7) und in ihrer Vielfalt ein besonderer Segen sind. Von daher wäre es ja gar nicht gut, wenn alle nur die gleichen spektakulären Gaben hätten.

Niemand sollte sich über Andere wegen seiner Gaben erheben. Die Gaben sind von Gott gegeben (V.11), damit durch sie die Gemeinde erbaut werden kann. Stolz und Eigennutz haben hier keinen Platz. Hier klingt auch durch, dass es keine Gabe gibt, die jeder Christ haben muss. Was vor allem zählt ist ohnehin nicht, welche Gaben wir haben, sondern wie wir sie einbringen. Deshalb ist die Liebe dann ja auch das dominierende Thema des nächsten Kapitels.