4,13-18: „13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. 15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 18 So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

Ab Vers 13 wird deutlich, dass Paulus bei seinem Aufruf zur Heiligung im Abschnitt davor ein Ziel vor Augen hat: die Thessalonicher sollen standhaft am Glauben festhalten und in der Heiligung wachsen, weil sie ja nicht wissen, wann der Herr wiederkommt. Aber Fakt ist, dass er bald wiederkommt und Paulus schien auch schon zu seiner Zeit davon auszugehen, dass das sehr bald passieren könnte.

  • Wenn wir das vor Augen haben, werden wir uns sicher sehr viel intensiver um ein reines Leben bemühen.

Umstritten ist dann das, was Paulus im Hinblick auf die Rückkehr des HERRN schreibt. Wie ist die Entgegenrückung zu verstehen? Manche sehen hier den Hinweis auf eine geheime Entrückung der Gemeinde.

  • Ich verstehe das nicht so. Meines Erachtens beschreibt die Bibel immer nur eine Rückkehr des HERRN und dann das Gericht.
  • Von daher ist mein Verständnis das, dass der Herr wiederkommt, wir dem siegreichen Herrn entgegengerückt werden und dann mit IHM das Gericht erleben werden. Ich gebe aber unumwunden zu, dass es manches im Hinblick auf die Abläufe bei der Wiederkehr des Herrn gibt, das ich aus der Bibel nicht ganz so genau herauslesen kann, wie ich – und sicher viele Christen es gerne möchten. Andererseits spielt das für unser Glaubensleben wohl auch keine wirkliche Rolle.

Bedenkenswert ist, dass die hier beschriebene „Entgegenrückung“ nicht etwas „Geheimes“ ist. Es geht hier um eine Posaune Gottes (evtl die 7. Posaune aus Offb 11.) Wenn die Gemeinde dann zum Herrn kommt, bleibt sie für alle Ewigkeit bei ihm … hier scheint dann das Ende bzw die Ewigkeit erreicht zu sein.

  • Wie auch immer wie diese Dinge verstehen. Klar ist auf jeden Fall, dass der Herr kommt und wir wachsam leben sollen und uns dabei um Heiligkeit bemühen sollen. Alles andere ist dabei wohl eher zweitrangig.