5,1-11: „​1 Von den Zeiten und Stunden aber, liebe Brüder, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; 2 denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr –, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen. 4 Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme. 5 Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 6 So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die schlafen, die schlafen des Nachts, und die betrunken sind, die sind des Nachts betrunken. 8 Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. 9 Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus, 10 der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. 11 Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut.

Wie schon bei den Aussagen zum Ende aller Dinge in Kapitel 4, geht es auch zu Beginn von Kapitel 5 wieder um die Wiederkehr des Herrn. Und wiederum geht es Paulus nicht darum, den Zeitpunkt (oder den Ablauf der Geschehnisse) des Endes zu erläutern. Er lehrt aber, dass der Tag für viele ganz plötzlich kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht. Christen sollten deswegen auf die Wiederkehr des Herrn vorbereitet sein. Dann wird Jesu Kommen nicht zu einer bösen Überraschung, sondern zu einem Freudenfest.

Paulus gebraucht hier den Kontrast von Leben in der Finsternis und Leben im Licht, den wir unter anderem ja auch schon von Jesus aus Johannes 3 kennen. Wenn Paulus neben der Trunkenheit hier auch den Schlaf, als etwas erwähnt, das wir vermeiden sollten, dann geht es natürlich nicht darum, dass wir nachts nicht schlafen sollen. Vielmehr geht es um die geistliche Haltung. Wir sollen wachsam leben. Teil eines solchen Lebens ist es, dass wir die geistliche Waffenrüstung anziehen, von der Paulus in Vers 8 einige Teile erwähnt: „angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil“.

Daran, dass die Zuordnung der Teile der Waffenrüstung zu geistlichen Aspekten nicht identisch zu denen in Eph 6 ist (da lesen wir ab V.14: „umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes“, können wir klar erkennen, dass wir hier die Ableitungen nicht zu weit treiben sollten.

Und dann spricht Paulus den Thessalonichern zu, dass Gott sie mit einem Ziel erwählt und erlöst hat „Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus“. Dazu ist Jesus Christus an Weihnachten gekommen und an Karfreitag für uns gestorben. Das tat Jesus, nicht nur um uns von der Sündenlast zu retten, sondern, um uns für zu einem geheiligten Leben zu erretten: „damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben.

Um unserer Berufung entsprechend leben zu können, brauchen wir Glaubensgeschwister. Paulus lehrt die Thessalonicher, dass sie entsprechend aufeinander Acht haben und einander ermahnen und ermuntern sollen: „11 Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut.

  • Ich bin dankbar, dass ich sehr viel davon auch in unserer Gemeinde sehe.
  • Möge der Herr uns immer wieder dazu bringen, darin noch weiter zu wachsen!