5,12-15: „12 Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; 13 habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. 14 Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 15 Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.“
Nach dem allgemeinen Aufruf zur Wachsamkeit folgen hier nun einige konkrete Aufträge an die Christen.
In den Versen 12-13 geht es dabei um die Haltung der Thessalonichern gegenüber denen „die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen.“ Das sind wohl die Ältesten/Pastoren/Bischöfe der Gemeinde. Die Gemeinde ist dazu aufgerufen, sie anzuerkennen.
Es ist gut und segensreich, wenn eine Gemeinde ihre Leiter anerkennt und ihnen folgt. Das darf nie eine „blinde“ Gefolgschaft sein. Die Gemeinde hat immer auch die Verantwortung, auf die Lehre Acht zu haben und ggf auch Leiter und Lehrer zu Ermahnen und ihnen die Gefolgschaft zu entsagen, wenn sie in die Irre gehen. Aber die Grundhaltung sollte eine des Vertrauens und der Gefolgschaft sein … und der Liebe. Dabei soll die Liebe eine Antwort sein, auf ihren Dienst / ihr Werk.
- Ich will an dieser Stelle einfach mal sagen, wie dankbar ich dafür bin, dass ich in unserer Gemeinde viel Vertrauen in die Gemeindeleitung erlebe und wir Älteste uns meist von der Gemeinde sehr gut geliebt wissen!
Die Verse 14-15 sind dann ein Aufruf dazu, wie sich die Christen in der Gemeinde gegenüber anderen Christen verhalten sollen. Ich finde die Vielfalt von unterschiedlichen Aufträgen gegenüber unterschiedlichen Geschwistern und Situationen bemerkenswert. Ich denke, dass wir an der einen oder anderen Stelle eventuell etwas zu passiv sind oder auch unausgewogen sind. Zurechtweisung, Trösten, Tragen, und geduldig Ertragen werden hier erwähnt. Die Aussage: „Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte“ kann entweder so verstanden werden, dass die Christen ermahnt werden, nicht Böses mit Bösem zu vergelten … aber auch dahingehend, dass wir auch das Miteinander anderer Geschwister im Blick haben sollen und dabei Friedenstifter sein sollen, die für Deeskalation sorgen.
Vers 15 endet mit dem Aufruf zum „Nachjagen“ -> „sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.“… das ist also wohl ein Aufruf zu großem Engagement für alles was für andere und das Miteinander gut ist!
- Möge das auch unser Miteinander immer noch mehr prägen!