Leider war es mir in der letzten Woche nicht möglich, zu bloggen. Von daher geht es nun erst heute wieder weiter.

14,19-28: „Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus und meinten, er wäre gestorben. 20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt.
Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe; 21 und sie predigten dieser Stadt das Evangelium und machten viele zu Jüngern. Dann kehrten sie zurück nach Lystra und Ikonion und Antiochia, 22 stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. 23 Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren. 24 Und sie zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien 25 und sagten das Wort in Perge und zogen hinab nach Attalia. 26 Und von da fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie nun ausgerichtet hatten. 27 Als sie aber dort ankamen, versammelten sie die Gemeinde und verkündeten, wie viel Gott durch sie getan und wie er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan hätte. 28 Sie blieben aber dort eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern
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Nachdem die Menschen in Lystra Paulus und Barnabas eben noch zu Göttern verklärt hatten, werden sie dann von den Feinden des Evangeliums aus Antiochia und Ikonien angestachelt, Paulus zu steinigen. So schnell kann sich die Stimmung ändern!

  • Jesus hatte das in Jerusalem ja auch erlebt. Nach dem Jubel Am Palmsonntag gab es am Karfreitag dann die „kreuzige ihn“ Rufe.
  • Auch wir müssen darauf gefasst sein, dass das Evangelium Menschen reizen und zu hartem Widerstand bringen kann.

Doch Paulus überlebt den Angriff und dann zieht er weiter nach Derbe, wo wiederum viele Menschen zum Glauben kommen.

Schließlich geht es dann zurück in die Städte, wo sie schon gepredigt hatten und wo Menschen zum Glauben gekommen waren. Das ist bemerkenswert, denn in vielen dieser Städte hatten Paulus und Barnabas ja harten Widerstand erlebt. Doch ihnen war klar, dass ihre Aufgabe in diesen Städten noch nicht erfüllt war. Die Versammlungen der neu zum Glauben gekommen Jünger brauchten jeweils noch Älteste und so werden jetzt die Gemeinden richtig konstituiert indem jeweils Älteste eingesetzt werden. Dabei werden jeweils in den Gemeinden mehrere Älteste eingesetzt. Paulus und Barnabas war klar, dass Gott eine Pluralität von Ältesten in seiner Gemeinde will. Deswegen kehren sie in die Gemeinden zurück und deswegen lässt Paulus später Titus und Timotheus an Orten zurück, wo noch Leitungen eingesetzt werden müssen.

Dabei sollten wir zwei Dinge bedenken:

  • Zum einen will Gott Leitung. Gemeinden sollen also nicht einfach basisdemokratisch sein. Es ist gut, wenn dazu qualifizierte Männer, die Lehr- und Leitungsverantwortung unter dem Herrn und Seinem Wort ausüben.
  • Zum anderen will er eine Leitung durch Mehrere und eben nicht nur einen einzelnen Pastor/Ältesten.

Schließlich kehren Paulus und Barnabas von ihrer 1. Missionsreise zurück und geben in ihrer aussendenden Gemeinde einen Missionsbericht. Die Christen nehmen also Anteil an dem, was der HERR durch Paulus und Barnabas getan hat.

  • Auch wir tun gut daran, einen solchen weiten Horizont zu haben und zu sehen, wie unser großer Gott in der ganzen Welt wirkt. Das kann gerade auch dann sehr ermutigend sein, wenn wir hier vor unserer Haustür den Eindruck bekommen könnten, dass das Christentum im Niedergang ist.
  • Das mag in Deutschland aktuell so aussehen – eine globalere Perspektive hilft uns aber zu erkennen, dass der Siegeszug des Evangeliums weitergeht.