1,3-6: „3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. 4 Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe 5 hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.“
Nach dem Anfangsgruß beginnt Paulus den Hauptteil mit einer wunderbaren Lob Gottes für das, was Gott für die Gläubigen durch Jesus Christus getan hat. Als Christen sind wir Empfänger allen geistlichen Segens. Dieser ist so viel größer und besser als selbst der beste irdische Segen.
- Die Herausforderung für uns ist, dass wir das Irdische sehen, während wir den geistlichen Segen „nur“ im Glauben empfangen können.
- Gerade deshalb ist dieses Gotteslob so wichtig, weil es uns lehrt und erinnert, was uns im Himmel erwartet.
Im Fortgang begründet Paulus sein Gotteslob, indem er aufzeigt, dass Gott uns erwählt hat, zum Glauben gebracht hat und sicher zu unserem ewigen Erbe bringt. Die Verse 4-14 beschreiben allein das Werk Gottes. Wir sind da einfach nur Empfänger und deswegen hat der ganze Abschnitt auch keinen echten Imperativ. Was wir aber 3x lesen ist, dass Gott in alle dem ein großes Ziel verfolgt, nämlich, dass wir zu seiner Ehre leben. Dazu hat Gott uns geschaffen (Jesaja 43,7) und dazu hat ER uns erwählt, gerettet und mit seinem Geist versigelt.
In den Versen 4-6 steht dabei Gottes Erwählung im Zentrum. Diese Erwählung geschah nicht basierend auf irgendetwas, das wir getan hätten, sondern bereits vor Grundlegung der Welt. Ähnlich beschreibt Paulus das ja auch im Hinblick auf Jakob und Esau in Römer 9,11-13 („Ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten, da wurde, auf dass Gottes Vorsatz der Erwählung bestehen bliebe – 12 nicht aus Werken, sondern durch den, der beruft –, zu ihr gesagt: »Der Ältere wird dem Jüngeren dienen«, 13 wie geschrieben steht: »Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.«“).
Wir erfahren nichts darüber, warum Gott nach seiner freien Gnadenwahl manche Menschen erwählt, aber wir erfahren, mit welchem Ziel er es tut: „dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten.“
Vers 5 lehrt uns genau diese zwei Aspekte dann noch ein zweites Mal in anderen Worten, damit wird es wirklich verstehen: „in seiner Liebe 5 hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade.“
Gott erwählt nach seinem freien Willen und dabei hat er eine Bestimmung für alle Erwählten, sollen zum Lob seiner herrlichen Gnade leben.
Für uns heißt das, dass wir uns nichts auf unseren Glauben einbilden können. Das wir Kinder Gottes sind, ist allein Gottes Gnadenwerk. Und genau das sollte uns dazu motivieren, für IHN zu leben, so dass ER durch unser Leben gelobt und geehrt wird. Das ist unsere Bestimmung hier auf Erden. Und danach dürfen wir das in Fülle in Empfang nehmen, was uns schon hier auf Erden verheißen ist – allen geistlichen Segen.
- Ist das Lob Gottes dein Fokus?
- Ist der geistliche Segen im Himmel dein Ziel?