6,10-13: „10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.“
Schließlich ruft Paulus zum geistlichen Kampf auf. Das christliche Leben ist nicht immer leicht. Wir stehen in einem Kampf und Gott hat uns für diesen Kampf eine Rüstung gegeben. Diese gilt es anzuziehen. Denn aus eigener Kraft können wir den listigen Anschlägen des Teufels nicht widerstehen. Das können wir nur in der Kraft Gottes.
Und diese Kraft – die schier endlose und alles überragende Kraft Gottes steht uns Christen zur Verfügung. Das gilt es zu erkennen. Schon in Kapitel 1 hat Paulus dafür gebetet, dass Gott uns Christen „erleuchtete Augen des Herzens“ geben möge, damit sie erkennen: „wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat.“ Und dann hatte er erklärt, wie groß diese Kraft und die Macht Seiner Stärke ist: „Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.“
Das ist die Kraft, die wir für den geistlichen Kampf brauchen. Und diese Kraft finden wir nur bei Gott.
Nachdem Paulus in Kapitel 1 gebetet hat, dass wir diese Kraft erkennen, hat er dann in Kapitel 3 dafür gebetet, dass Gott uns Christen mit dieser Kraft ausrüstet: „14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen.“
Und diese Kraft gilt es nun zu ergreifen, denn wir werden sie im geistlichen Kampf brauchen. Paulus verdeutlicht hier einerseits, dass der geistliche Kampf schwer und der Feind nicht zu unterschätzen ist: „wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“
Aktuell höre ich viel von Leuten, die meinen wir müssten überall Dämonen austreiben. Wenngleich ich davon überzeugt bin, dass es dämonisierte Menschen gibt, wäre es meines Erachtens viel zu kurz gedacht, wenn wir bei den Angriffen des Teufels nur das im Blick haben. Das umso mehr, da wir als Christen nicht mehr Dämonen haben – aber eben weiter von ihnen angegriffen und verführt werden können. Dabei wird der Teufel auch gerade bei den Bereichen ansetzen, um die es unmittelbar vor diesem Abschnitt ging – um Beziehungen – konkret Ehen und Familien.
In all dem sollen wir dem Teufel keinen Raum geben, indem wir nach dem Leben, was Gott uns sagt und bei Gott Hilfe suchen. Darum geht es, wenn wir die Waffenrüstung Gottes anziehen. Und dazu ruft Paulus uns hier gleich zweimal auf:
„Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes“
„Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.“
- Lasst uns also erkennen, wie groß und mächtig Gott ist. Dann müssen wir den Teufel nicht fürchten.
- Lasst uns aber auch nicht übersehen, dass der Teufel real und gefährlich ist. Dann werden wir immer wieder den Schutz bei dem Einen suchen, der ihm weit überlegen ist: Gott!