6,14-17: „So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“

In Kapitel 4 war bereits die Rede davon, dass wir sündige Begierden und Werke ablegen und den neuen Menschen anziehen sollen. Dabei ging es darum, was wir lassen und was wir stattdessen tun sollten. Hier geht es nun darum, wie wir das konkret tun und zwar durch das Anlegen der sogenannten Waffenrüstung Gottes.

In der Bibel lesen wir auch anderswo von der Waffenrüstung oder von einzelnen Teilen der Rüstung, so zum Beispiel in 1. Thessalonicher in Kapitel 5, ab Vers 8: „Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

Was hier auffällt ist, dass Paulus in diesem Brief die einzelnen Teile der Rüstung anders zuordnet und auch nicht alle Teile erwähnt. Das hilft uns zu erkennen, dass es wohl nicht angebracht ist, die genaue Zuordnung der Teile der Rüstung zu stark zu betonen. Vielmehr gebraucht Paulus bildhafte Sprache, und wir tun gut daran, uns nicht in den Details zu verlieren, sondern vor allem die wesentliche Botschaft zu erkennen. Was die Epheser, die Thessalonicher und auch wir letztendlich anziehen sollen ist den Herrn Jesus Christus.

ER ist der Weg, die WAHRHEIT und das Leben., wie wir in Joh 14,6 lesen. Der HERR ist unsere GERECHTIGKEIT, wie es der Prophet Jeremia mehrfach verkündet. Und ER ist unser FRIEDE, wie Paulus es in Epheser 2,14 geschrieben hatte. Deswegen sind die Aufrufe: „Seid stark in dem HERRN“ (6,10) und „Zieht an die Waffenrüstung Gottes“ (6,11) nicht zwei ganz unterschiedliche Dinge. Tatsächlich sprechen sie davon, dass wir uns auf den Herrn Jesus Christus besinnen und uns bewusst in IHM bergen. Wenn wir so bewusst „in IHM“ leben, dann sind wir sicher und geborgen.

Ihr Lieben, dass ist es, was wir tatsächlich für den geistlichen Kampf brauchen. Es ist so einfach und doch oft auch so schwer. Aber letztendlich ist die geistliche Realität für uns Christen, dass wir in Christus alles haben, um den listigen Angriffen des Teufels widerstehen zu können und letztendlich mit Christus den endgültigen Sieg über den altbösen Feind zu erringen.

  • Preis den Herrn für seine Stärke und dafür, dass er uns in seiner Gnade Anteil daran gibt.