1,6-10: „6 Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, 7 obwohl es doch kein andres gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. 8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. 9 Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht. 10 Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.“
Nach dem Gruß zu Beginn des Briefs, folgen ermahnende Worte. Dabei fällt auf, dass Paulus nicht – wie sonst immer – für die Gemeinde betet, sondern sofort zur Sache kommt und die Galater aufs Schärfste ermahnt. Die Galater stehen ganz offensichtlich in der Gefahr, sich vom Evangelium der Gnade zu entfernen.
- Diese Gefahr ist zu allen Zeiten real, denn es gibt einen Widersacher, der uns von der Gnade Gottes lösen will.
- Da gilt es wachsam zu sein und sich immer wieder neu auf das Evangelium zu besinnen!
Paulus betont dabei, dass es unerheblich ist, wer neue und falsche Lehren verbreitet. Das mag dein Lieblingsprediger sein oder jemand mit ganz viel Renommee oder sogar ein Engel. Alles entscheidend ist, ob das wahre Evangelium gepredigt wird. Für jeden, der das Evangelium verdreht, hat Paulus sehr harte und direkte Worte parat: „der sei verflucht“.
- Das sind harte und schwerwiegende Worte, vor allem wenn wir bedenken, wer heutzutage alles falsche Evangelien lehrt.
Aber es geht eben nicht darum, es einfach den Menschen recht zu machen. Wichtig ist, dass wir Gott treu sind und er so Gefallen an uns findet. Denn letztendlich sollten wir alle das sein, was Paulus in Vers 10 für sich in Anspruch nimmt: wir sollten Knechte des Herrn Jesus Christus sein, die treu das Evangelium verkünden.