Ab Markus 1,40 lesen wir von der Heilung eines Aussätzigen. Deren Krankheit war so ansteckend, dass man sie keinesfalls anrühren durfte. Sie galten als unrein und verunreinigten jeden, der mit ihnen in Kontakt kam.
Doch mit Jesus ist das anders. Hier geht es anderseherum. Jesus ist so heil und rein, dass der Aussätzige durch seine Berührung selber heil und rein wird!
- Im geistlichen Sinne durften wir Christen genau das Gleiche erleben. Jesus hat uns „angerührt“ und heil und rein gemacht.
- Preis dem Herrn dafür!
Nachdem Jesus das Evangelium in den umliegenden Orten gepredigt hatte, kehrt er nach Kapernaum zurück. Dort offenbart Jesus wiederrum seine einzigartige Autorität. Dem Gelähmten sagt er zu, dass ihm seine Sünden vergeben sind. Die Schriftgelehrten erkennen richtiger Weise, dass dies nur Gott zusteht und gehen deshalb (fälschlicher weise) davon aus, dass Jesus hier gotteslästerlich redet.
Deshalb bezeugt Jesus seine Macht, indem er den Gelähmten heilt. Das ist für die Menschen ein Schock. Auch damals gab es so etwas eigentlich nicht. Und so wie die Menschen damals, sollten auch wir staunen und erkennen, dass Jesus der Allmächtige ist.
Dann sehen wir, dass Jesus solche Menschen in Seine Nachfolge ruft, von denen sich die religiösen Eliten fernhalten würden. Auch hier sehen wir Jesu enorme Autorität. Er ruft und Levi folgt dem Ruf des Herrn ohne „wenn und aber“. Doch wiederum findet das nicht nur Zustimmung. Man könnte ihn ja feiern als den, der die miesen Typen auf den guten Weg bringt … aber stattdessen wird er kritisiert. Jesus weiß um die Kritik der „Frommen“ an seinem Umgang mit „Sündern“ und erklärt seine Mission – er ist gekommen, um Kranke, d.h. Sünder zu rufen und zu heilen.
- Rufen wir ALLE Menschen in Jesu Nachfolge?
- Haben wir dabei Präferenzen … freuen wir uns mehr über die Bekehrung der Reichen und Wichtigen?
- Gibt es Menschen, die uns unwürdig erscheinen und die wir lieber nicht in der Gemeinde hätten?
Vor allem aber sollten wir immer wieder bedenken, dass alle Menschen Hilfe brauchen. Wir sind alle Sünder und deshalb brauchen alle Jesus. Aber Jesus rettet nur Menschen, die Ihn als Retter anerkennen und damit eingestehen, dass sie eben nicht „gesund“ bzw „gerecht“ sind. Und wir haben den Auftrag, Menschen sowohl ihre Not zu zeigen, wie sie dann eben auch in Jesu Nachfolge zurufen.
Ab Vers 18 lesen wir, wie Jesus im Konflikt mit den Pharisäern erklärt, dass er auch die Vollmacht hat, das AT Gesetz auszulegen und zu bestimmen, wann was dran ist.
Jesus macht deutlich, dass er der Bräutigam ist, der aber nicht immer bei Seinen Freunden sein wird. Dies ist sowohl ein messianischer Hinweis, wie auch ein ist ein erster Hinweis auf Seinen Tod.
Schließlich bezeichnet sich Jesus als den Herrn über den Sabbat. Hier lehrt Jesus uns etwas darüber, wie das Gesetz Gottes nie etwas Negatives ist. Es geht beim Sabbat auch um das Wohl der Menschen (Ruhe tut gut … und auf Gott fokussierte Zeit erst recht). Von daher wäre es absurd den Sabbat so zu verstehen, dass Menschen darunter leiden müssten.
- Möge der Herr uns dabei helfen, IHN in seiner einzigartigen Autorität immer mehr zu erkennen und uns so zu immer konsequenteren Nachfolgern machen, die hören was Jesus lehrt und das dann auch tun.
Die ersten 6 Verse aus Kapitel 3 gehören thematisch zum letzten Abschnitt aus Kapitel 2. Wiederum zeigt sich Jesus als der HERR über den Sabbat und erklärt, warum Gott uns den Sabbat gegeben hat. Hier ist nun aber auch die Rede davon, dass die Pharisäer auf einen „Fehler“ des Herrn lauern. Als Jesus dann nicht nur am Sabbat heilt, sondern auch deutlich sagt, dass er letztendlich genauer weiß, worum es beim Sabbat geht, haben die Pharisäer genug gehört und gesehen. Sie beginnen die Ermordung Jesu zu planen und schmieden dafür eine unheilige Allianz mit den Anhängern des Herodes.
Wenngleich sich die Pharisäer von Jesus abgewandt hatten, blieb er beim Volk sehr populär. Die Massen strömen zu Jesus, allerdings wohl vor allem, weil Er Menschen heilte und noch nicht zwingend, weil sie Ihn als Herrn anerkannten. Die bösen Geister hingegen erkennen Jesus bereits als Gottes Sohn – aber das führt eben nicht zur Anbetung.
Die Berufung der 12 (ab Vers 13) zeigt uns das effektive Rufen des Allmächtigen. Alle, die er ruft, kommen. Dabei ist auch Judas, der hier bereits als der Verräter benennt wird. Jesus ruft auch diesen ganz bewusst – und letztendlich ist ja auch das Teil des guten Plans Gottes.
Schließlich sehen wir noch Jesu Angehörigen. Sie verkennen Ihn komplett und denken, dass Er von Sinnen sei (V.20f).