3,13-17: „13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er’s geschehen. 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Ab Vers 13 sehen wir dann wieder auf Jesus und lesen dabei, wie er – in Parallelität zu Israel – nach dem Auszug aus Ägypten (wie das Zitat aus Hosea 11,1 in Mt 2,15 verdeutlichte), durch das Wasser geht. Hier nun das Wasser des Jordans und der Taufe.
Die Taufe Jesu ist sicher nicht so ganz leicht zu verstehen. Interessant ist, dass Johannes der Täufer offensichtlich weiß, mit wem er es zu tun hat. Natürlich kann das mit dem familiären Hintergrund zu tun haben. Johannes der Täufer und Jesus waren ja verwandt und die Mutter des Johannes wusste sicher von der Verheißung, die Jesu Mutter, Maria, vom Engel bekommen hatte. Johannes hatte ja angekündigt, dass er der Wegebreiter des HERRN war, der dann mit dem Heiligen Geist taufen würde. Von daher ist nachvollziehbar, dass Johannes sagt, dass er die Taufe durch Jesus braucht. Und es ist auch richtig, dass Jesus die Taufe des Johannes nicht braucht, denn Jesu bedarf keiner Umkehr und Reinwaschung von Schuld. Er allein war immer auf dem rechten Weg. Er brauchte keine Buße – darin ist er anders als alle anderen Menschen. Doch durch die Taufe identifiziert sich Jesus voll und ganz mit uns Menschen.
Gott der Vater bezeugt bei dieser Gelegenheit Jesus als seinen „lieben Sohn“. Hier wird nun sichtbar und hörbar, dass sich Gott der Vater vom Himmel zu seinem einen Sohn bekennt und betont, dass ER an IHM Wohlgefallen hat. Und auch die dritte Person des drei-einen Gottes taucht hier sichtbar auf. Der Heilige Geist kommt für alle sichtbar auf Jesus. Nun ist Jesu in besonderer Weise zugerüstet für Seinen Dienst.