In Kapitel 11 lesen wir von den Menschen, die sich in Jerusalem und in den umliegenden Städten niederlassen durften und der Priester und Leviten. Wiederum sehen wir, dass Gott nicht nur pauschal sein Volk sieht, sondern immer auch den Einzelnen.

  • Wir sehen dabei, dass Israel Jerusalem nun nicht mehr vernachlässigt, sondern per Los jeden Zehnten dazu bringt, in der Stadt zu leben.

Jerusalem wird hier als heilige Stadt beschrieben. Es ist also ein Ort, an dem Gott in besonderer Weise gegenwärtig ist – ähnlich wie heute die Gemeinde oder eines Tages das himmlische Jerusalem.

Kapitel 12 ist sicher der Höhepunkt der beiden Bücher Esra-Nehemia. Nach der Einweihung der Stadtmauer (Kap. 12,27ff) und der Bestellung der Amtleute (12,44ff) sieht alles sehr rosig aus. Man könnte fast geneigt sein, sich diese Situation auch für uns heute zu wünschen!

  • Man könnte fast denken, dass es nun eigentlich gar keines Messias mehr bräuchte … bestenfalls noch eines Königs, der sich ins gemachte Nest setzen könnte.

Nach dem Höhepunkt in Kapitel 12 wird dann in Kapitel 13 deutlich, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Nehemia kommt nach Jerusalem zurück und muss feststellen, dass Vieles im Argen liegt. ER ist wieder derjenige, der zu Veränderung aufruft und diese auch voranbringt. Seine Stimme ist letztendlich die Stimme Gottes, mit der ER seine Kinder immer wieder zurückruft. Das tut Gott ja auch heute noch … durch die Verkündigung seines Wortes und durch den uns Gläubigen innewohnenden Heiligen Geist.

  • Und doch braucht Gottes Volk eben viel mehr als eines Nehemia und einer umfassenden Reform. Es bedarf der beständigen Reform und vor allem bedarf es der Erlösung. Erst aus der Schuld der Sünde heraus und dann eines Tages heraus, aus dem Einfluss der Sünde.
  • Und so dürfen wir Gott loben und preisen, dass unser Retter gekommen ist …
  • … und wir dürfen uns freuen, dass unser Erlöser eines Tages wiederkommen wird, um uns vollends aus dieser sündigen Welt und unserem sündigen Fleisch zu retten.
  • Und bis dahin, sollten auch wir immer und immer wieder um Reform bemüht sein.
  • Dazu brauchen auch wir Gottes Wort, das uns zur Umkehr ruft und immer wieder den Weg weist, zu einem Leben, das unserem Schöpfer und Herrn gefällt!