Ich wünsche Euch allen ein frohes und gesegnetes Neues Jahr!
In diesem Jahr wollen wir mal wieder durch die komplette Bibel lesen. Dazu nutzen wir den Bibelleseplan von George Guthrie, der bei YouVersion hinterlegt ist und hier heruntergeladen werden kann.
Los geht es mit dem 1. Buch Mose. Heute sind die ersten beiden Kapitel dran:
1 Mose 1-2:
In Vers 1 steht die Kernaussage des Kapitels „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Gott ist also der Schöpfer aller Dinge. Er war schon vor dem Anfang. In Vers 2 taucht neben „Gott“ auch der „Geist Gottes“ auf und in Vers 3 lesen wir zum ersten Mal davon, dass Gott spricht – und im Johannesevangelium wird dann später klar erklärt, dass das Wort eine weitere Person des dreieinigen Gottes ist. In Vers 26 redet Gott über sich selbst im Plural. In diesem ersten Kapitel lesen wir also auch schon zumindest andeutungsweise vom dreieinen Gott.
In Vers 2 wird beschrieben, dass die geschaffene Erde „wüst und leer“ war. Der Rest des Kapitels beschreibt dann, wie ER das Wüste ordnet und dann das Leere füllt. Dabei korrespondiert jeweils Tag 1 mit Tag 4, Tag 2 mit Tag 5 und Tag 3 mit Tag 6. Ob diese Tage 24 Stunden lang waren oder das hebräische Wort „yom“ einfach 6 Zeiträume beschreibt, ist auch unter Evangelikalen durchaus umstritten. Klar ist auf jeden Fall, dass Gottes alles geschaffen hat. Und vor allem macht der Text deutlich, dass Gott den Menschen unmittelbar schafft und er eben kein Produkt einer Evolution ist. Diese Theorie wird ja oft als „Fakt“ behandelt, aber letztendlich ist die Evolutionstheorie eben doch einfach nur eine Theorie. Und ich würde behaupten, dass es viel Glauben braucht, um so eine Theorie zu glauben.
Die Schöpfung ist da sicher nicht minder plausibel. Und da ich der Bibel absolut vertraue, zweifel ich ohnehin nicht daran.
Schließlich lesen wir, dass alles, was Gott der Schöpfer geschaffen hat, sehr gut war. Dabei ist der Mensch als Krone der Schöpfung, im Bilde Gottes geschaffen – was für ein Privileg. Und doch sollten wir nicht übersehen, dass Gott der Schöpfer und Herr aller Dinge ist. Als der HERR hat er den Menschen eine besondere Aufgabe zugedacht:
„v.28-29 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.“
- Und damit beginnt das an uns Menschen gerichtete Sprechen unseres Schöpfers und HERRN
- Ich wünsche uns, dass wir in diesem Jahr immer mehr Gottes Stimme hören und verstehen und glauben und tun, was uns unser Schöpfer sagt.
Nach dem Abschluss des Schöpfungsberichts ruhte Gott. Das ist das Vorbild für den Sabbat und heute für den Sonntag und etwas, nach dem wir Menschen uns sehnen und auf das wir zu leben. Eines Tages dürfen die Gläubigen in die Ruhe Gottes einziehen. Diese Ruhe, die damals schon herrschte, war nicht langweilig. Es war perfekte Harmonie und sehr gut!
Ab Vers 4 in Kap. 2 lesen wir dann nochmal einen Bericht konkret über die Schöpfung des Menschen. Hier erfahren wir Details, die in Kapitel 1 noch nicht erwähnt wurden. Wir sehen hier, wie Gott den Menschen (Adam) macht und ihm Leben gibt und ihn in den perfekten Lebensraum stellt und alles um ihn herum und für ihn schön macht, so wie Eltern das Babyzimmer einrichten.
Der Reichtum und die Schönheit des Gartens ist unübersehbar. Man ahnt schon, dass die beiden Bäume, die in Vers 9 erwähnt werden, eine besondere Bedeutung haben: „… den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“
Nach dem positiven Auftrage an die Menschen in Kapitel 1, folgt hier nun ein erstes Verbot: „Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben.“
An dieser Stelle klingt das Verbot noch sehr harmlos. Doch wir wissen, dass dieses eine Gebot, letztendlich zum Niedergang der ganzen Schöpfung führen würde. Doch hier lesen wir erst einmal davon, dass Gott den Menschen segnet, indem er dem Menschen eine Menschin zur Seite stellt. Vers 23 zeigt dann gleich zwei wichtige Dinge.
- Mann und Frau sind gleichwertig. Das war schon in Kapitel 1 ganz deutlich geworden. Beide wurden von Gott und in Seinem Ebenbild geschaffen. Und hier klingt das auch wieder durch „Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch“
- Gleichzeitig sind Mann und Frau nicht identisch, sondern darauf angelegt, einander zu ergänzen.
Und so war dann alles vollkommen gut. Perfekte Harmonie. Eine großartige Schöpfung. Interessant ist dabei, dass am Ende der Schöpfung Worte stehen, die später mehrfach als Worte über die Ehe erwähnt werden. Hier lesen wir also in gewisser Weise etwas von einer Hochzeit am Ende der Schöpfung. Ganz ähnlich endet die Bibel dann auch mit einer Hochzeit am Ende der zweiten Schöpfung.