Psalm 106 ist ähnlich wie Psalm 105 ein Rückblick auf die Geschichte Israels. Doch während in Psalm 105 die Souveränität Gottes im Zentrum stand, geht es hier nun um die Untreue Israels und die Geduld und Barmherzigkeit Gottes. Der Psalm zeigt uns, wie Israel immer wieder vergaß, was Gott für sie getan hatte und sie wenden sich von ihm ab, klagen und rebellieren.

  • Die menschliche Verantwortung für unsere Sünden wird in der Bibel eben genauso gelehrt, wie die absolute Souveränität Gottes. In unserem menschlichen Denken bekommen wir das oft nicht zusammen … aber diese beiden Wahrheiten sollten wir anerkennen, auch wenn wir das nicht komplett verstehen.

Hier lesen wir dann, dass Gott in die Geschichte eingreift und Israel für die Untreue richtet. Doch inmitten des Gerichtes sehen wir immer auch Gottes Barmherzigkeit und Gnade.
Und so endet der Psalm dann auch mit dem verzweifelten Aufruf, dass Gott doch eine Rettung bringen würde, die zum ewigen Lobpreis führt. Dabei lässt der Psalm schon erahnen, dass mehr notwendig ist, als nur die Rettung von äußeren Feinden. Was Israel (und alle Menschen) braucht ist die Rettung vor sich selbst.

  • Wir brauchen neue Herzen, die Gott treu sind und wir brauchen einen Retter, der uns für alle Ewigkeit rettet.
  • Und so zeigt uns dieser Psalm, dass wir Jesus brauchen … jeden Tag und für alle Ewigkeit!