Dieser Psalm ist ein Ruf nach dem Eingreifen Gottes. Der Psalmist bittet Gott um Hilfe und darum, den gottlosen Feind zu bestrafen. Vers 8 wird in Apg 1 zitiert und dabei auf Judas angewandt, so dass es naheliegt, dass die ersten Christen diesen Psalm als einen Psalm Jesu verstanden haben.
Auch wenn manche Worte für uns zu hart klingen mögen, um aus dem Munde Jesu zu stammen, so ist doch der Anspruch dieses Psalms so, dass er kaum aus einem anderen Munde stammen kann.

  • Wie dem auch sei – dieser Psalm ermutigt uns, in jeder Not im Gebet zu Gott zu kommen und darum zu bitten, dass ER Gerechtigkeit schafft.
  • Gerade weil wir nicht Christus sind, ist das immer der sichere Weg, denn wenn wir selber versuchen, Gerechtigkeit zu schaffen, ist die Gefahr groß, dass wir mehr Schaden als Segen verursachen.

Gott hingegen macht immer alles richtig und er ist viel besser dazu in der Lage, den Armen und Schwachen zu helfen und Gerechtigkeit zu üben.

  • Diese Erkenntnis sollte uns dankbar machen.

Der Psalmist endet mit einem großen Versprechen, das uns herausfordern sollte: „Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen vor der Menge.“

  • Möge es so sein!