11:33-36: „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?« 35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß Gott es ihm vergelten müßte?« 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“
Der wunderbare Lobpreis am Ende des 11. Kapitels bildet einen sehr passenden Abschluss zur Diskussion über Gottes Plan in der Erwählung und Rettung von Juden und Heiden und auch für den ganzen ersten Teil des Römerbriefs, indem es ja vor allem um Gottes gnädiges Rettungshandeln geht.
Wenn wir anfangen etwas zu verstehen davon, was Gott für uns Christen getan hat, obwohl wir – wie überhaupt alle Menschen – nur sein Gericht verdient hätten, dann sollte unsere Reaktion Lobpreis sein.
Deswegen finde ich es sehr bedauerlich, wenn Christen sich gerade über die Themen freie Gnadenwahl Gottes / Erwählung und den Ruf zum Glauben bitter bekämpfen. Da wo unsere Erkenntnis herausgefordert ist, sollten wir vor allem Gott loben und preisen. Natürlich darf man und sollte man auch über theologische Fragen nachdenken und man kann das auch mal engagiert diskutieren, so dass man miteinander in der Erkenntnis der göttlichen Wahrheit wächst, aber das sollte immer zu Lobpreis führen und nicht zu Streit und Ärger.
Das umso mehr, je mehr wir erkennen, was Paulus am Ende von Kapitel 11 schreibt. Die Weisheit Gottes übersteigt unsere Weisheit und Erkenntnis um ein Vielfaches, Gottes Wege sind GUT und WUNDERBAR und zugleich für uns auf dieser Seite der Herrlichkeit in letzter Instanz doch nur bruchstückhaft zu erkennen.
Von daher möchte ich enden einfach damit, dass wir den Lobpreis nochmals für sich sprechen lassen: „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?« 35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß Gott es ihm vergelten müßte?« 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“