4,9-12: „Diese Seligpreisung nun, gilt sie den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir sagen doch: »Abraham ist sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« 10 Wie ist er ihm denn zugerechnet worden? Als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Ohne Zweifel: nicht als er beschnitten, sondern als er unbeschnitten war. 11 Das Zeichen der Beschneidung aber empfing er als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er noch nicht beschnitten war. So sollte er ein Vater werden aller, die glauben, ohne beschnitten zu sein, damit auch ihnen der Glaube gerechnet werde zur Gerechtigkeit; 12 und ebenso ein Vater der Beschnittenen, wenn sie nicht nur beschnitten sind, sondern auch gehen in den Fußtapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte, als er noch nicht beschnitten war.“
Ab Vers 9 macht Paulus deutlich, dass diese Seligpreisungen und Zusagen nicht nur den Juden galten. Selbst Abraham bekam die Zusagen schon, als er noch unbeschnitten war.
Auch hier argumentiert Paulus wieder sehr geschickt. Er zeigt den Juden, dass Abraham ja im Prinzip selber ein „Heide“ war, als die Zusagen Gottes zu ihm kamen und er dann wegen seines Glaubens als „gerecht“ erklärt wurde. So ist Abraham also der Stammvater von Juden und Heiden zugleich … also aller, die glauben!
- Und so dürfen auch wir für uns in Anspruch nehmen, Kinder Abrahams zu sein, wenn wir den Glauben Abrahams haben.
- Deswegen erscheint es mir schwierig, wenn manche Christen eine klare Trennlinie zwischen Juden und Heiden oder zwischen dem AT Israel und der Gemeinde ziehen, die ja aus Juden und Heiden besteht, … also aus allen, die auf den Messias vertrauen.
- Und so dürfen wir die AT-Verheißungen als in Christus erfüllt ansehen und uns als Miterben betrachten. Helleluja!