Auch dieses Kapitel bringt wieder ganz unterschiedliche Lehren.
Gleich in Vers lesen wir: „1 Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will.“
-> Dieser Vers ist ja sehr bekannt und wird immer mal wieder zitiert. Tatsächlich ist es gut zu wissen, dass kein Herrscher „unabhängig“ ist. Der Herr hat sie alle in der Hand und kann Herzen verändern und lenken. Deswegen tun wir gut daran, für unsere Regierenden zu beten, dass der Herr ihre Herzen lenken möge, so dass sie uns gut regieren.
Die Verse 9 & 19 liefern uns zwei sehr ähnliche Aussagen: „9 Besser im Winkel auf dem Dach wohnen als mit einer zänkischen Frau zusammen in einem Hause.“ … „19 Besser in der Wüste wohnen als bei einer zänkischen und zornigen Frau.“
-> Letztendlich ist das wohl auch die Warnung davor, unüberlegt zu heiraten. Gegebenenfalls steckt hier auch noch der Gedanke dahinter, dass ein Mann versucht sein könnte, eine wohlhabendere Frau zu heiraten. Doch der Gewinn durch das „Haus“ ist kein wirklicher Gewinn, wenn es keine gute Frau ist. Diesen Vers kann man sicher auch andersherum im Hinblick auf Frauen gelesen werden, die aus falschen Motiven versucht sein könnten, einen reichen Mann zu heiraten.
Schließlich fielen mir einige Verse aus, die alle etwas mit Reichtum aber vor allem mit dem Kontrast von Gier und Großzügigkeit zu tun haben: „5 Das Planen eines Emsigen bringt Überfluss; wer aber allzu rasch handelt, dem wird’s mangeln. 6 Wer Schätze sammelt mit Lügen, der wird fehlgehen und ist unter denen, die den Tod suchen.“ … „13 Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird einst auch rufen und nicht erhört werden. 14 Eine heimliche Gabe stillt den Zorn und ein Geschenk im Verborgenen den heftigen Grimm.“ … „26 Den ganzen Tag begehrt die Gier; aber der Gerechte gibt und versagt nichts.“
-> Ich bin vorhin an Hütten von extrem armen Menschen vorbeigefahren und wurde dabei mit Armut konfrontiert, wie ich sie lange schon nicht mehr gesehen habe. Da wirkt es wie Hohn und Spott, wenn wir in Dtld meinen, jetzt unser Geld zusammenhalten zu müssen, weil die Heiz- und Stromrechnungen deutlich höher werden.
-> Mich hat das überführt, dass ich oft nicht sonderlich barmherzig und großzügig bin. Möge der Herr da mein Herz verändern!