Die ersten Verse zeigen auf fast schon polemische weise wie absurd der Götzendienst ist. Dem stellt sich der Herr als der eine wahre Gott gegenüber, den es zu fürchten gilt.

Doch Juda gibt sich dem Götzendienst hin und wird so schmerzhaft erfahren müssen, wer alleine wirklich Gott ist.

Der Herr klagt sein großes Leid über sein untreues Volk und kündigt dann an, dass es sein Volk richten wird.

  • Wir tun gut daran zu bedenken, dass unser Gott alleine Gott ist und er ein eifersüchtiger Gott ist, der es verabscheut, wenn wir andere Dinge anbeten.

Kap. 9

Die ersten 21 Verse sind eine Mischung aus Klage des Jeremia und Reden des Herrn. Beide machen deutlich, wie korrupt und sündig das Volk ist.

Mir wurde beim Lesen dieses wiederum sehr deprimierenden Kapitels klar, wie dankbar ich sein kann für den Dienst, den der Herr mir gegeben hat. Im Gegensatz zu Jeremia darf ich zu vielen Menschen reden, die Gottes Wort begierig hören und sich darum bemühen, danach zu leben.

  • Dafür bin ich unendlich dankbar!

Die Verse 22-23 sind dann ein Aufruf, den auch wir heute hören sollten. Lasst uns diesem Aufruf folgen und uns vor allem unseres Herrn rühmen. Denn er allein verdient alle Ehre!

Die letzten beiden Verse verdeutlichen dann, dass es keinen wirklichen Nutzen hat, zum Volk Israel (zu den Beschnittenen) zu gehören. Die Beschneidung, die alle Menschen wirklich brauchen, ist die Beschneidung des Herzens. Das ist es, was Israel zur Zeit Jeremias fehlte.

  • Auch hier können wir dankbar sein, dass der HERR unsere Herzen beschnitten hat, als er uns durch den Glauben an Jesus Christus geistlich lebendig gemacht hat.

In den ersten 3 Versen verkündet der Herr schlimmes Gericht über die Leiter in Juda. Selbst nach dem Tod werden ihre Knochen noch geschändet. Und das Gericht wird auch für die Lebenden so schlimm sein, dass sie lieber tot als lebendig wären (V.3).

Im Fortgang wird dann deutlich, dass das Grundproblem die Herzen der Menschen sind, die Gott nicht lieben und sein Gesetz ablehnen. Die Führer nehmen das aber nicht wahr und verkünden noch Frieden, Frieden und es ist doch kein Friede (V.11). Das Gericht Gottes wird dabei nun mit einer Weinlese verglichen (V.13) … und alle schlechten Früchte werden ausgelesen.

Ab Vers 14 könnte man denken, dass jetzt Buße kommt … doch das Bekenntnis des Volkes scheint auch jetzt noch nicht wirklich aufrichtig zu sein. Vor allem erkennen sie nicht an, dass ihre Not gerechtes Gericht ist und lassen es so erscheinen, als wäre Gott einfach untreu geworden.

Doch Gott weist diese Vorwürfe zurück. Schließlich hören wir die klagende Stimme des Propheten, der tief betroffen ist von der Gottlosigkeit seines Volkes.

  • Ich frage mich, ob wir Christen da oft zu wenig die Gottlosigkeit in unserem Land betrauern und Menschen zu wahrer Buße rufen.
  • Ich denke, dass uns das Vorbild des Propheten herausfordern darf.

Jeremia bekommt den Auftrag, am Tempeltor die Menschen zur Umkehr zu rufen. Dabei macht der Herr durch Jeremia deutlich, dass ein „Gottesdienstbesuch“ und „Opfer“ ihm nicht gefallen, wenn sie nicht einher gehen mit einer aufrichtigen Umkehr weg vom Bösen und hin zum Hören auf Gottes Wort.

  • Das was Jeremia damals verkündet hat, gilt auch noch heute.
  • Deswegen tun wir gut daran, uns von Gottes Wort immer wieder von Sünde überführen zu lassen und dann unser Verhalten an dem auszurichten, was der Herr in seinem Wort sagt.
  • Dabei dürfen wir zugleich wissen, dass er in Jesus einen Weg bereitet hat, so dass wir trotz unserer Sünde Zugang zu Gott haben können.
  • In Christen tut der Heilige Geist heute das, was Jeremia einst am Tempeltor tat.
  • Möge der Herr es schenken, dass wir seinem Geist viel Raum geben. Dann müssen wir das Gericht, was Jeremia hier Juda ankündigt, nicht mehr fürchten-

Nach den Gerichtsankündigungen in Kapitel 5 wird nun das kommende Gericht beschrieben.

Die Worte dieses Kapitels klingen wie die verheerende Rede eines betrogenen und völlig frustrierten Ehepartners.

  • So muss es dem HERRN mit seinem Volk ergangen sein … und ich fürchte, dass der HERR auch heute manche Gemeinde nicht so ganz anders sieht.

Letztendlich ist der Grund für das Gericht, dass das Volk das Wort Gottes abgelehnt hat (V.9-15) und seine eigenen Wege gegangen ist (V.16-26).

Die letzten Verse zeigen Jeremia als einen Prüfer, der letztendlich offenbart, wie böse das Volk ist.

  • Lasst uns darauf bedacht sein, dass wir Gottes Wort hören und danach leben.
  • Und lasst uns darüber jubilieren, dass der HERR in Jesus Christus einen Weg bereitet hat, damit untreue Menschen vor dem treuen und gerecht richtenden Gott bestehen können!

Die ersten 9 Verse zeigen sehr drastisch, dass Juda nicht bereit war, aufrichtig zum Herrn zurückzukehren. Letztendlich ist das einfach das, was wir immer wieder sehen, wenn Menschen nicht von Gott angerührt werden. Ihre Herzen sind verhärtet und sie lehnen Gott ab. Davon zeugt Paulus in Römer 3,10 ff auf sehr drastische Weise.

Ab Vers 10 lesen wir klare Gerichtsworte … und doch klingt durch, dass der HERR Juda nicht komplett vernichten wird.

Ab Vers 15 wird dann deutlich, dass das Gericht durch die Hände eines fremden Volkes kommen wird, womit die Invasion der Babylonier gemeint ist.

Doch trotz allem bleibt Juda stur und vertraut lieber ihren falschen Lehrern und Lügen-Propheten.

  • Ohne das Wissen um Gottes Gnade ist dieses Kapitel schwer zu ertragen. Einerseits ist klar und deutlich, dass der HERR im recht ist mit seiner Anklage und seinem Gericht. Doch andererseits ist das alles sehr deprimierend, denn von uns aus, sind wir ja kaum besser.
  • Solche Kapitel machen mich sehr dankbar für das Evangelium … die wahrhaft FROHE BOTSCHAFT, der Rettung aus Gnade allein, durch den Glauben an Jesus Christus!

In den ersten 4 Versen lesen wir vom Weg der wahren Bekehrung. Diese besteht immer aus einem „weg“ von Falschen und einem „hin“ zum Herrn.

Grundlegend ist dabei die Beschneidung des Herzens, von der dann viele hundert Jahre später ja auch Paulus in Römer 2 spricht. Die Beschneidung, die wirklich zählt ist eben nie einfach der Ritus der Beschneidung der Vorhaut am 8. Tage. Das ist nur ein Abbild der Beschneidung, die wirklich nötig ist, um wahrhaft zum Herrn zu gehören. Dabei ist das etwas, das einerseits nur der HERR tun kann … und eben doch auch ein Auftrag an uns.

Ab Vers 5 kommen dann sehr bedrohliche Worte über den kommenden Feind Judas. Die Sprache ist sehr lebendig und gerade deshalb beängstigend. Man hört die Posaune und die warnenden Rufe.

Jeder vernünftige Mensch würde in einer solchen Situation fliehen und jeder, der etwas über Gott weiß, sollte ihn spätestens jetzt um Hilfe anrufen. Doch die Menschen klagen nur, doch sie kehren nicht um.

  • Möge der HERR uns immer wieder wahre Buße schenken und nicht nur eine billige Reue, die die Konsequenzen der Sünde beklagt, aber nicht die Sünde selbst.

Die ersten 5 Verse setzen die Anklage gegen die „Hurerei“ Israels (hier wohl sowohl Nord-, wie auch Südreich) im Hinblick auf den Bräutigam (Gott) von Kapitel 2 fort.

Ab Vers 6 unterscheidet Jeremia dann zwischen den beiden Reichen und macht deutlich, dass die Scheidung Gottes vom Nordreich (V.8; deren Vernichtung durch Assyrien), dem Südreich eine Warnung hätte sein sollen.

Doch auch die Menschen im Südreich haben Herzen, die den Herrn nicht wirklich lieben (V.10). Vers 12 ist dann ein Hoffnungsschimmer – auch für das vernichtetet Nordreich, denn Gott beschreibt sich selbst, als einen gnädigen Gott, der denen vergibt, die sich zu ihm bekehren.

  • Das ist natürlich auch eine Botschaft für Juda … und für uns!

Auf den Ruf zur Umkehr in Vers 14 folgt dann die Zusage Gottes, dass er einige retten wird. Die Verse 14-18 sind wirklich eine großartige Zusage.

Vers 19f zeigt aber eben auch, dass selbst die größten Verheißungen bei vielen im Volk zu keiner Umkehr führen.

Und doch streckt der Herr seine Hand immer noch aus und verheißt seine Gnade.

  • Das darf auch uns Trost und Hoffnung sein. Wir haben einen sehr geduldigen und gnädigen Gott.
  • Lasst uns immer wieder zu IHM kommen und auf seine Verheißungen vertrauen.

Zu Beginn lesen wir schon zum vierten Mal, dass das Herrn Wort zu Jeremia geschah (nach 1,4 & 1,11; 1,13). Jetzt kommen Worte der Anklage gegen Juda für seine Untreue. Diese soll Jeremia öffentlich in Jerusalem verkünden.

  • Ich kann mir vorstellen, wie sehr Jeremia hier herausgefordert war und wie wichtig es für ihn war, darum zu wissen, dass der HERR ihm zugesagt hatte, bei ihm zu sein und sein Retter zu sein (1,8; 1,19).

Jeremia klagt das Böse, das Unrecht, den mangelnden Glauben und die Bündnisse mit anderen Völkern an (auf die Juda mehr vertraute, als auf Gott). Vor allem aber klagt er JUda dafür an, dass sie ihre „Götter“ wechseln, was nicht einmal die Heiden tun, obwohl die den einen wahren Gott nicht einmal kennen (V.10f). Juda hingegen tauscht seinen (einen wahren) Gott für Götzen ein, die nicht helfen können.

Vers 19b sollte uns da eine Warnung sein: „Und du mußt innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen Gott zu verlassen und ihn nicht zu fürchten, spricht Gott, der HERR Zebaoth.

  • Ihr Lieben: lasst uns treu beim Herrn bleiben, damit es uns wohl ergehe.

Die zweite Hälfte des Kapitels klagt dann die Untreue Judas an, indem Jeremia das Verhalten Judas mit dem eines triebgesteuerten Tieres während der Brunft vergleicht und das dann klar und deutlich als Hurerei benennt.

  • Lasst uns nie vergessen, dass der Herr Jesus der wahre Bräutigam ist und lasst uns ihm treu sein und auf ihn warten.
  • Dabei sollten wir immer wieder bedenken, dass alle anderen uns ohnehin nicht wirklich helfen können.
  • Deswegen sollten unsere Herzen ungeteilt dem einen wahren Gott gehören!

Ähnlich wie Jesaja, adressiert auch der Prophet Jeremia vor allem Juda, Er tut das aber deutlich später – lange nach der Zerstörung Israels im Jahr 722 v.Chr. durch die Assyrer. Damals hatte ja Jesaja seinen Dienst getan. Jeremia kam über hundert Jahre später und erlebte die Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier in drei Feldzügen zwischen ~600-586 v.Chr.

Die ersten 3 Verse geben uns den historischen Kontext durch die Benennung der Könige von Juda. Er begann seinen Dienst ca. 625 v.Chr. und ab Vers 4 lesen wir von seiner Berufung. Seine Reaktion klingt ganz anders, als das forsche „hier bin ich, sende mich“ von Jesaja (Kap. 6). Jeremia klingt hier eher wie Mose, der ja auch Gründe vorbrachte, warum er nicht taugt. Doch der Herr ermutigt Jeremia und sagt ihm gleich zweimal zu, dass er sein Beschützer und Retter sein wird (V.8&19).

Ganz zentral ist Vers 10, in dem der HERR Jeremia sagt, was sein Dienst tun soll: „10 Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, daß du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.“ Das belegt der Herr dann durch zwei symbolische Zeichen.

Nun sind wir  nicht Jeremia – aber auch wir dürfen wissen, dass der Herr bei uns ist und uns rettet, wenn wir auf ihn vertrauen und ihm dienen.

  • Lasst uns das tun und dabei von Jeremia lernen, der diesen Dienst treu tat, trotz erheblicher Widerstände und Leiden.