Ab Vers 24 sehen wir, dass auch Hiskia nicht der perfekte König ist. Er überhebt sich (wird stolz) und erlebt, dass der Zorn Gottes über ihn kommt. Doch er tut Buße und darf erleben, dass der HERR ein gnädiger Gott ist.

In den Versen 27-30 lesen wir dann einen Bericht, der an Salomo erinnert. Alles sieht sehr gut aus … wenn dann doch bloß nicht die Worte „Als ABER …“ zu Beginn von Vers 31 folgen würden. Doch darauf geht der Autor nicht weiter ein. Er endet hier nun seinen Bericht über König Hiskia, der alles in allem ein sehr guter König war …  aber er war weder perfekt noch unsterblich … und so folgt ihm sein Sohn, der wiederum kein guter König war.

  • Und so wartet Juda weiter auf den einen vollkommen guten König, der erst 700 Jahre später kommen würde.
  • Preis dem Herrn, dass dieser König kam und wir ihn kennen und ihm dienen dürfen.

In Kapitel 20 lesen wir von der Ankündigung des Todes Hiskias und von der Gnade Gottes, der ihm dann doch noch 15 zusätzlichen Jahre schenkt. Sehr interessant ist, dass diese Bewahrung sowohl die Antwort auf Hiskias Gebet, wie auch die Erfüllung von vorheriger Prophetie (19,34 – 20,6) ist. Das ist das Mysterium des Ratschlusses Gottes und von Gebet.

In Seiner Freude agiert Hiskia dumm. Durch das Vorzeigen seines Reichtums weckt er die Begehrlichkeiten, die letztendlich zur Exilierung Judas führen werden.

Zum Ende seines Lebens agiert Hiskia wieder selbstsüchtig. Er scheint sich mehr darüber zu freuen, dass Juda erst später besiegt werden wird, als sich darüber zu grämen, dass er Judas Niedergang verursacht hat.

König Hiskia bekommt durch Jesaja die Botschaft, dass er sterben wird. Doch er nimmt diese Botschaft nicht einfach so hin, sondern betet inständig zu Gott. Offensichtlich war das genau das, was Gott wollte. Und so gewährt ihm Gott 15 zusätzliche Lebensjahre. Mehr noch, Gott verspricht auch, dass er Jerusalem vor den Angriffen der Assyrer schützen wird. Und dann gibt der HERR dem König noch ein kosmisches Zeichen. Die Sonne läuft rückwärts. Hier dreht Gott quasi die Zeit zurück. Die Sonne geht rückwärts und so macht der Herr deutlich, dass er Jerusalem und Hiskia jeweils noch extra Zeit schenkt.

  • Doch letztendlich reicht eben zusätzliche Zeit nicht. Hiskia würde 15 Jahre später dennoch sterben und Jerusalem wurde dann gut 100 Jahre später von den Babyloniern zerstört.
  • Was wir Menschen brauchen ist nicht einfach nur mehr Zeit. Wir brauchen einen Retter und den sollten wir im Glauben ergreifen, solange der HERR uns noch Zeit dafür gibt.

Ab Vers 10 lesen wir schließlich noch das Lied des Hiskia. Dieses Lied gibt uns einen Einblick in die Gefühlswelt des Hiskia. Erst lesen wir von seiner Verzweiflung über den nahen Tod und dann erklingt der Lobpreis des Gottes, der ihm extra Leben gibt.

  • Wenn wir durch den Glauben an Jesus Christus nicht nur 15 Jahre zusätzliches Leben, sondern ewiges Leben haben, dann sollten wir doch Gott erst recht preisen. Das ist tatsächlich unser Auftrag.
  • Wir sollen alles tun, zum Lobpreis von Gottes Herrlichkeit.

Kapitel 39 bildet den Abschluss des ersten Teils des Prophetenbuchs. Nach Gottes gnädiger Zusage, das Leben Hiskias um 15 Jahre zu verlängern, wird dieser unvorsichtig. Er zeigt den babylonischen Gesandten all seine Schätze. So weckt er Begehrlichkeiten und Jesaja erklärt ihm, dass die Babylonier tatsächlich eines Tages kommen werden, und Juda besiegen und versklaven werden.

Dieser Bericht bildet die Brücke zu dem, was dann im zweiten Teil ab Vers 40 kommt. Dann da wird Jesaja weit in die Zukunft sehen und aufzeigen, wie Juda aus der Babylonischen Gefangenschaft befreit werden wird.

  • Natürlich ist Hiskia nicht alleine verantwortlich für das babylonische Exil. Das hatte der HERR mehrfach als Strafe für die Gottlosigkeit Judas angekündigt. Doch Hiskias Stolz, der ihn sicher dazu veranlasst hat, mit seinen Schätzen zu prahlen, wurde zum konkreten Auslöser des späteren Angriffs der Babylonier.
  • Und so sollten auch wir uns immer darüber im Klaren sein, dass – wenngleich wir nicht Gottes Pläne durcheinanderbringen werden – unsere Handlungen doch echte Konsequenzen haben.

Dieser Lobpreispsalm würde es heute – wenn er auch noch so schön vertont würde – schwer haben, in ein Gesangbuch aufgenommen zu werden. Denn dieser Lobpreis des „furchtbaren“ Richter-Gottes passt ja nicht unbedingt zu dem, was heute meist gesungen wird.

Und doch ist das eben auch ein Aspekt von Gottes Charakter und etwas, dass wir bedenken sollten. Gott ist die Liebe. Aber er ist auch heilig und gerecht und wird keine Sünde ungestraft lassen.

Deshalb sollten wir uns ihm einerseits voller Liebe und Zuversicht zuwenden und andererseits auch immer angemessene Gottesfurcht haben. Die spannende Frage ist, ob wir Gott mehr lieben, wenn wir um seine Heiligkeit, Gerechtigkeit und die angemessene Gottesfurcht wissen?

  • Ich bin überzeugt davon, dass wir – je besser wir Gott kennen lernen – IHN immer mehr lieben werden.
  • Und diese Liebe wird gepaart sein mit gesunder Gottesfurcht, bis wir eines Tages – frei von aller Sünde – vor IHM stehen werden. Dann wird nur noch Liebe bleiben.
  • Das darf unsere frohe Zuversicht sein.

 

  • Ich wünsche uns allen, dass wir Gott immer besser kennen lernen und gerade so, immer dankbarer und froher an IHM und über IHN werden!

In den ersten 23 Versen von Kapitel 32 lesen wir eine Kurzversion des Berichts von der Belagerung Jerusalems durch die Assyrer. Die Berichte in Jesaja und 2. Könige sind dabei deutlich detaillierter.

Wir lesen hier, dass die Situation für Jerusalem sehr bedrohlich ist – die Assyrer rüsten sich zum Angriff auf Jerusalem und verspotten Gott und versuchen Juda so nervös zu machen.

  • Sanherib meint, dass Gott den „Göttern“ anderer Völker gleich und somit unfähig sei, etwas gegen ihn und seine Truppen auszurichten. Wir sehen hier ein typisches Beispiel dafür, was passieren kann, wenn das Gottesbild nicht durch Gottes Selbstoffenbarung in der Bibel, sondern allein durch persönliche Erfahrungen geprägt ist.

König Hiskia und der Prophet Jesaja beten und Gott greift ein und besiegt die Assyrer durch einen Engel.

Wir lesen hier etwas über den guten König Hiskia, das gar nicht so positiv klingt. Als die Assyrer nach der Zerstörung Israels, auch zu Hiskia kommen, nimmt er Silber und Gold aus dem Tempel, um damit die Assyrer dazu zu bringen, Jerusalem zu verschonen. Er scheint hier mehr auf die Ressourcen (die eigentlich Gott und nicht ihm gehören) zu vertrauen, als der Bewahrung durch Gott.

  • Wie steht es da mit uns. Auf was oder wen vertrauen wir in schwierigen Zeiten?

Der König von Assyrien lässt sich aber so nicht von seinem Plan abhalten. Er ist handelt dabei nicht nur gegen Hiskia, er lästert auch immer wieder Gott. Positiv ist, dass sich das Volk Judas nicht von den Lästerungen der Assyrer verführen lässt, sondern diese Reden schweigend ignoriert.

  • Das darf uns ein Vorbild sein!

In Kapitel 19 tritt Jesaja auf und ermutigt Hiskia zu echter Gottestreue.

  • Möge Gott uns immer wieder solche Männer senden …

Im Folgenden wird hier nun Hiskia wieder als wahrer Gottesmann gezeigt und Gott macht deutlich, dass ER alles sieht (V.27) und alles geplant hat (V.25). Er erhört Gebet und besiegt den Feind ohne menschliche Instrumente.

Es ist gut zu wissen, dass unser Gott wirklich alles unter Kontrolle hat.

Kapitel 36 ist eines der Kapitel, bei dem die Kapiteleinteilung wohl nur dadurch zu erklären ist, dass die Sinneinheit sonst zu lang geworden wäre. Inhaltlich gehört Kapitel 37 eindeutig mit dazu.

In diesen beiden Kapiteln lesen wir den historischen Bericht davon, wie die Assyrer gegen Jerusalem zogen und das Volk verängstigen wollten. Doch König Hiskia betet und Gott erhört das Gebet und greift ein. Er vernichtet eine große Zahl an Assyrern, so dass diese letztendlich verängstigt abziehen.

  • Das sollte uns zum Gebet ermutigen. Gott tut das, was sein Volk niemals hätte tun können. Er greift ein und richtet die scheinbar übermächtigen Feinde.
  • So ist unser Gott – er ist der HERR der HERRN, der die Seinen rettet!
  • Vertrauen wir auf IHN? Wenden wir uns IHM im Gebet zu?

Kapitel 31 beginnt fast wie eine Wiederholung von Kapitel 30.  Wiederum klagt Gott an, dass sich sein Volk auf die Hilfe Ägyptens verlässt, anstatt auf Gott. Dann hören den Aufruf zur Buße.

Doch das Kapitel endet schließlich damit, dass der Herr durch Jesaja ankündigt, dass Gott selbst die Feinde (Assyrien) besiegen wird.

  • Und diese Zuversicht dürfen wir eben auch haben. Letztendlich wird der Herr triumphieren und alle, die auf Ihn vertrauen, werden davon profitieren und IHN dafür auf ewig preisen.

Die ersten Verse von Kapitel 32 verkünden eine große Transformation der gesamten Gesellschaft hin zu einem großartigen Königreich. Das ist sicher ein Blick auf das zukünftige Reich Gottes.

Doch dann folgt ein Blick auf die Gegenwart. In den Versen 6-8 wird beschrieben, wie die Sünde regiert und ab Vers 9-14 kommen Worte, mit denen Gott den Sündern droht.

Doch dann wird die Transformation, die in Vers 1 mit dem Kommen des Königs beschrieben wird, ab Vers 15 mit dem Kommen des Geistes aus der Höhe in Bezug gesetzt. Und genau so kommt ja auch wahre Veränderung … da wo Jesus König wird kommt auch der Geist und der verändert Alles.

  • Das dürfen wir schon hier und heute erleben, wenn wir zu Kindern Gottes werden und eines Tages wird dies dann für Alle vollkommen sichtbar werden.

Auch in Kapitel 33 lesen wir davon, wie Gott die Dinge wenden wird. Das Volk, durch das Gottes Volk zerstört wird, wird später selber zerstört werden, während der Herr dann sein Volk retten wird. Ab Vers 14 macht Jesaja deutlich, für wen das Kommen des Herrn zum Segen wird. Nicht für die Sünder und Heuchler, sondern für die, die sich nach Gerechtigkeit sehnen und auf den HERRN hoffen.

Auch diese Verheißung hat in Jesus seine Erfüllung, der als Retter gekommen ist und als Retter wiederkommen wird. In IHM haben wir die Vergebung der Sünden und bei IHM finden wir Gerechtigkeit.

  • Jeder, der sich IHM im Glauben zuwendet, muss sein Kommen nicht fürchten, sondern darf sich darauf freuen.

Dabei ist das, was dann über Jerusalem geschrieben steht wohl ein Ausblick auf das himmlische Jerusalem.

  • Auf diesem Ort dürfen wir uns freuen!

Was in Kapitel 33 konkret im Hinblick auf die Assyrer (oder evtl die Babylonier) angekündigt wurde, wird dann in Kapitel 34 nochmal ganz allgemein verkündet. Gott wird die Gottlosigkeit der Völker richten.

  • Wir tun gut daran, das klar vor Augen zu haben. Gottlosigkeit zahlt sich nicht aus.
  • Diese Erinnerung brauche ich immer wieder, denn sie hilft mir im Kampf gegen Versuchungen.
  • Möge der Herr uns stärken und uns immer wieder die Zuversicht geben, dass wir auf ein großartiges Ziel zuleben, für das es sich zu leben lohnt!

Kapitel 35 gibt uns einen Blick auf die Verheißung der Rettung durch Gott. Dabei ist hier wohl vor allem das 2. Kommen des Herrn Jesus Christus im Blick.

Er ist der Retter, der Gottes Kinder erlöst. Die Umkehr selbst von Naturphänomenen weist hier deutlich über das 1. Kommen hinaus.

  • Eines Tages erwartet uns dann ewige Freude!
  • Und so dürfen wir uns schon heute freuen, denn der Herr hat schon eingegriffen und wird uns eines Tages vollkommen erlösen!

Kapitel 27 nimmt uns mit in die Endzeit. Die Schlange wird zertreten werden, so wie es schon im 1. Mose 3,15 verheißen wurde. Israel wird gerettet werden, wobei nicht ganz klar ist, ob der Hinweis auf die Völker am Ende des Kapitels andeutet, dass eben auch sie zum Israel Gottes (zu den Erwählten) gehören, oder ob dies eine separate Kategorie ist. Der Name Israel ist ja in der Bibel nicht ganz eindeutig belegt, sondern beschreibt zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliches (Jakob, das ganze Volk, das Nordreich, das Südreich und ggf später alle Gläubigen).

  • Wie dem auch sei. Was wir hier lesen zeigt uns klar und deutlich, dass GOTT der SIEGER ist und alle, die auf IHN vertrauen, werden mit Ihm diese Welt überwinden.
  • In IHM haben wir den Sieg!

Mit Kapitel 28 beginnt ein ganz neuer Abschnitt. Hier kommen nun Ermahnungen, die sich vor allem an Gottes eigenes Volk richten. Dabei sehen wir hier den Unglauben Israels, das nicht auf Gottes Wort vertraut und deshalb letztendlich gerichtet wird.

Dabei verkündet der Herr zukünftigen Segen: „Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“ (28,16)

  • Aus dem NT wissen wir, wer dieser Eckstein ist.

In allem bleibt aber Gott ein guter, treuer und herrlicher Gott – das bestätigt er selbst: „Auch das kommt her vom HERRN Zebaoth; sein Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.“

Die Bezeichnung „Ariel“ zu Beginn von Kapitel 29 scheint sich auf Jerusalem zu beziehen, da es ja „die Stadt, wo David lagerte“ genannt wird. Jesaja kündigt hier Gericht und Verblendung über Jerusalem an. Sie werden nichts verstehen und sich doch für weise halten.

  • Leider ist das ja bis heute oft so, dass gerade die, die von geistlichen Dingen nichts verstehen, sich dessen nicht bewusst sind und sich stolz erheben und meinen auch noch Gott belehren zu können.

Doch Gott wird nicht nur richten. Am Ende des Kapitels lesen wir von einer großen Wende. Gott wird die Spötter richten und gerade so wird er die Wiederherstellung Jerusalems bewirken.

Zu Beginn von Kapitel 30 sind wir dann aber wieder zurück bei der Anklage gegen Juda. Jetzt geht es darum, dass Juda letztendlich immer wieder danach handelt, was ihnen gerade richtig erscheint, ohne nach Gottes Willen zu fragen. Letztendlich war Juda einfach nicht bereit, auf Gott zu vertrauen.

  • HERR, schenke uns jeden Tag neu das Vertrauen in Dich, so dass wir tun, was Du sagst!

Wiederum endet das Kapitel mit Worten voller Hoffnung. Gottes Gnade wird triumphieren. Er ist geduldig und wird die retten, die er dazu bestimmt hat.

Dieser Psalm zeigt uns Gott als den Herrn, der inmitten seines Volkes in der heiligen Stadt lebt. Bei Ihm sind die Seinen sicher und alle Feinde können nur erschrocken kapitulieren.

  • Wir wissen, dass Gottes Stadt noch im Himmel ist – wir sind schon Bürger und ER ist unser Herr und Beschützer. Bei IHM sind wir ewiglich sicher, auch wenn unsere Städte zerstört werden sollten.

Neben dieser sehr eindeutigen Hauptaussage wirft der Psalm aber auch Fragen auf. Die Beschreibung der Stadt auf dem Berg Zion beschreibt eindeutig Jerusalem.
Doch dann kommen Aussagen über die Stadt im fernen Norden und die Stadt, die ewig Bestand haben wird. Das beschreibt nun eher nicht das historische Jerusalem, das ja im Südreich Juda lag/liegt und im Jahr 70 n.Chr zerstört wurde.

  • Dazu fehlt mir (zumindest derzeit) die Erkenntnis.
  • Aber ich denke, dass das Wesentliche in diesem Psalm klar und ermutigend ist und der Rest lehrt mich meine Begrenztheit J