Josua 23

Josua endet seinen Dienst in Kapitel 23 & 24 mit zwei Abschiedsreden. In Kapitel 23 adressiert er dabei die Leiter und gibt ihnen einige sehr ernsthafte Ermahnungen mit auf den Weg. Das ist natürlich oft nicht populär aber trotzdem wichtig. Nur Worte der Ermutigung aber nicht der Ermahnung zu sprechen, macht zwar populär, führt aber oft dazu, dass sich die Sünde ausbreitet. Wie lange Josuas Worte ihre Wirkung erzielten, ist nicht völlig klar. Im Buch Richter wird aber deutlich, dass Josuas Befürchtungen nicht unbegründet waren.

  • Ich hoffe, dass auch wir bereit sind, uns von Gottes Wort ermahnen zu lassen. Die Ermahnungen sind dabei fast immer an Verheißungen gekoppelt, d.h. es ist immer die Wahl zwischen Segen & Fluch bzw für Christen (die nicht mehr unter dem Fluch stehen), zwischen Segen und Züchtigung.

Besonders angesprochen hat mich vor allem Vers 11: „Darum achtet ernstlich darauf um euer selbst willen, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebhabt.“

  • Ich weiß, dass ich diese Ermahnung & Erinnerung immer mal wieder brauch und danke dem HERRN dafür, dass ER sie mir heute früh durch sein Wort zugesprochen hat.

 

Apostelgeschichte 25

Auf den Statthalter Felix folgt Festus. Er ist entschlussfreudiger, als sein Vorgänger, weiß aber auch weniger über den jüdischen Glauben und die Christen. Vor allem aber ist er darauf bedacht, es den Juden recht zu machen.

Der Weg zu einem Verfahren in Jerusalem ist für Paulus gleich doppelt gefährlich. Zum einen haben die Juden geplant, ihn unterwegs in einen Hinterhalt zu führen. Zum anderen würde dort die Stimmung sicher noch viel hitziger sein, so dass es nicht ganz unwahrscheinlich wäre, dass Festus den Juden nachgäben und Paulus verurteilen würde.

  • Paulus sieht sich nun gezwungen, sich auf den Kaiser zu berufen.
  • Dabei ist das dann ja auch genau der Schritt, der notwendig war um nach Rom zu kommen, was Paulus ja schon länger vorhatte und was Gott ihm auch schon zugesagt hatte.

Doch vorher kommt noch der König Agrippa hinzu. In seinen Erklärungen an Agrippa offenbart Festus, wie wenig er über den Glauben versteht. Aber er weiß, um wen es vor allem geht – um Jesus – und darum, ob er lebt!

  • Das ist tatsächlich von größter Bedeutung.
  • Ich hoffe, dass wir alle fest davon überzeugt sind, dass Jesus lebt und durch seinen Geist gegenwärtig ist!

Josua 22

In Kapitel 22 lesen wir, dass die 2,5 Stämme, die östlich des Jordans ihr Territorium hatten, endlich nach Hause gehen dürfen. Auf ihrem Weg errichten sie einen Altar.

Offensichtlich führt die räumliche Distanz dazu, dass die anderen Stämme annehmen, dass es sich hier um einen Götzenaltar handelt – oder um eine Art Parallel-Altar, zur Unabhängigkeit vom Altar in Silo.

  • Das Verhalten Pinehas ist vorbildlich. Er richtet nicht vorschnell, sondern fragt nach, was es damit auf sich hat.
  • Das sollte uns ein Vorbild sein. Wenn wir etwas Negatives über Jemanden hören, sollten wir ihn direkt fragen und erst dann urteilen. Offene Kommunikation hilft oft dabei, Fehlinterpretationen zu vermeiden und Konflikte zu lösen!

 

Apostelgeschichte 24

Nachdem am Ende von Kapitel 23 berichtet worden war, dass Paulus nach Cäsarea überführt wurde, lesen wir nun in Kapitel 24 davon, dass Paulus sich vor dem Statthalter Felix gegen die Anklagen des Hohepriesters verteidigt.

Der Statthalter Felix ist ein Richter, der nicht vorschnell richtet. Er hört die Verteidigungsrede des Paulus an. Paulus spricht die Wahrheit, agiert dabei aber nicht naiv, sondern sehr klug. Er bringt den Streit zurück zur Frage der Auferstehung, so wie er es schon Jerusalem getan hatte.

  • Ich denke, dass das auch für uns eine Lehre sein kann. Einerseits sollen wir bereit sein, Unrecht geduldig zu ertragen und auf Gott zu hoffen. Andererseits dürfen wir uns verteidigen und klug agieren.

Felix hat keine Lust, sich mit den „innerjüdischen“ theologischen Auseinandersetzungen zu befassen. Er ahnt, dass er da nur verlieren kann und so verschleppt er die Sache.

Doch offenbar hat das, was Paulus gesagt hat – oder das, was über ihn gesagt wird – sein Interesse geweckt. Er und seine jüdische Frau kommen mit Paulus ins Gespräch … doch als Paulus auf bestimmte Dinge zu sprechen kam, war das Gespräch schnell vorbei: „24:25   Als aber Paulus von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und von dem zukünftigen Gericht redete, erschrak Felix und antwortete: Für diesmal geh! Zu gelegener Zeit will ich dich wieder rufen lassen.“

  • Das ist ganz typisch für Menschen, die einerseits ein Interesse für Glaubensfragen haben, andererseits aber nicht bereit sind zu akzeptieren, dass Gottes Wort eben nicht nur Interesse, sondern vor allem auch Gehorsam fordert.

Deshalb ist es eine reale Versuchung für Christen (und leider sehen wir das regelmäßig), bestimmte kritische Dinge wegzulassen, um bloß nicht anstößig zu sein.

  • Aber Jesus und die Apostel hatten da eine andere Überzeugung. Sie predigen immer sehr klar und stellen ihre Zuhörer so bewusst vor die Entscheidung sich zu positionieren.

Für Paulus hat das Konsequenzen … unter Felix bleibt er zwei Jahre im Gefängnis.

Josua 21

Zu guter Letzt bekommen in Kapitel 21 auch noch die Leviten ihre Städte. Dabei werden die 48 Städte jeweils von den Territorien der Stämme genommen. Die Leviten leben so nicht irgendwo für sich, abgesondert vom Rest des Volks, sondern in gewisser Weise mit unter ihnen. Und doch haben sie ihre eigenen Städte, so dass sie nicht in ständiger Abhängigkeit der anderen Stämme waren.

Natürlich ist das hier primär ein historischer Tatsachenbericht. Und doch sehe ich hier auch eine Ordnung, die bis heute Sinn macht. Mich erinnern die Städte für die Leviten ein wenig an Gemeinden. Auch diese sollten möglichst so platziert sein, dass die Menschen an allen Orten Zugang zu ihnen haben. Gleichzeitig sind es Orte, an denen die Gläubigen auch etwas abgesondert von der Welt um sie herum sein können. Ich denke, dass das eine wichtige Balance auch für uns ist. Wir sollten nah bei den Menschen sein und eben doch in gewisser Weise von der Welt abgesondert.

Der Abschluss dieses Kapitels ist interessant, da es so klingt, als wenn der Kampf erfolgreich zu Ende gegangen sei. In gewisser Weise war das ja auch so und was hier im Zentrum steht ist die große Treue Gottes, der zu seinen Verheißungen an das Volk, die bereits im 1. Mo 12 anfingen, steht.

Und doch wissen wir, dass Israel nicht in allen Dingen treu war. Das wird dann im Fortgang noch zu einem Problem werden.

 

Apostelgeschichte 23

Nachdem die Römer davon Abstand genommen hatten, Paulus zu geißeln, um mehr über ihn und die Klagen gegen ihn zu erfahren, bringen sie ihn vor den Hohen Rat. Paulus beginnt sogleich damit, das Wort zu ergreifen und will wohl predigen. Der Hohepriester Hananias lässt Paulus sofort schlagen, um ihn zum Schweigen zu bringen. Der dann entstehende Dialog endet damit, dass Paulus deutlich macht, dass er die Autorität von Gottes Wort voll und ganz anerkennt.

Dann ergreift Paulus die Gelegenheit und spielt gezielt verschiedene Gruppen (Pharisäer und Sadduzäer) gegeneinander aus, so dass der Oberst Paulus lieber wieder in Sicherheit bringt.

  • Wiederum sehen wir, dass Regierungen durchaus wertvoll sind und Gottes Werkzeug dabei sein können, Christen schützen.

 

Dann ermutigt der HERR Paulus ganz persönlich und lässt ihn wissen, dass ER ihn nach Rom führen wird.

Ab Vers 12 lesen wir von einem Mordkomplott, aber der geplante Mordanschlag wird vereitelt und die Römer werden letztendlich zu den Rettern des Paulus und bringen ihn in das sicherere Cäsarea. All das führt dann später dazu, dass Paulus nach Rom kommt. Und so geschieht dann – trotz -oder auch wegen aller Umstände das, was Paulus sich durch den Geist vorgenommen hatte und was der HERR ihm dann auch zugesagt hatte.

  • Unser Gott ist der souveräne HERR aller Dinge.
  • Er gebraucht dabei selbst die weltlichen Regierungen und überhaupt alle Dinge, um seine Pläne auszuführen.
  • Deshalb dürfen wir getrost durch jeden Tag gehen.

Josua 20

In Kapitel 20 sehen wir ein Beispiel für Treue zu Gottes Anordnungen. Wie befohlen, werden Freistädte bestimmt. Diese Städte sind Orte des Schutzes für Menschen, die unbeabsichtigt schuldig geworden sind. Gott erklärt dabei nicht, dass etwas, dass nicht absichtlich getan wurde nicht trotzdem Sünde ist. Dass auch unbeabsichtigte Sünde immer noch sündig ist wird im 3. Mose dadurch deutlich gemacht, dass sich dort Opferanordnungen gerade auch für solche Sünden finden. Worum es hier geht ist, dass Gott hier einen Raum schafft, der hilft, Gewalteskalation zu vermeiden.

  • Diese Anordnung haben wir ja auch im NT. Jesus ruft deutlich dazu auf, Gewalteskalation zu vermeiden, sondern einander in Gnade zu begegnen. Von daher sollte gerade auch die Gemeinde ein Ort sein, an dem wir miteinander in einer „Freistadt“ leben.
  • In gewisser Weise ist aber natürlich auch Jesus eine solche Freistadt … und ich preise den Herrn, dass ER meine Freistadt ist, in dem ich Zuflucht vor der Strafe finde, die ich verdient hätte.

 

Apostelgeschichte 22

In diesem Kapitel lesen wir den Bericht von der Verteidigungsrede des Paulus vor den Juden in Jerusalem. Dabei blickt er zurück auf seine eigene Bekehrung und Berufung. Er erklärt ihnen, wie er einst selber ein Eiferer für das Gesetz war. Er sucht also erst einmal gemeinsamen Boden. Dann fährt er fort und berichtet das, was wir ja schon aus Apg 9 kennen. Allerdings werden hier noch einige weitere Details berichtet.

Interessant finde ich dabei, dass sein Zeugnis von Jesus offenbar noch relativ neutral angehört wurde. Aber als Paulus auf die „Heiden“ zu sprechen kommt, zu denen er gesandt war, bricht der Sturm der Entrüstung wieder los.

  • Hier sehen wir eine gedankliche Enge, die es nicht zulässt, weiter belehrt zu werden.
  • Das ist gefährlich und wir sollten uns davor hüten. Ich wünsche uns, dass wir einerseits aus der Bibel zu festen Überzeugungen kommen und doch gleichzeitig immer bereit sind, uns von Gottes Wort her weiter belehren zu lassen.

Als der Aufruhr zu groß wurde, wird Paulus erstmal in Sicherheit gebracht. Die Römer waren ganz offensichtlich um Ordnung bemüht und sie wollten ein gerechtes Urteil finden.

  • Überhaupt sehen wir in der Apostelgeschichte immer wieder, dass die meisten Obrigkeiten recht positiv beschrieben werden (mit der Ausnahme von Herodes Agrippa in Apg 12),

Vor dem römischen Oberst spielt Paulus dann seine dritte Karte aus … neben Griechisch und Hebräisch kommt hier nun sein römisches Bürgerrecht zum Tragen.

  • Hier sehen wir, dass Gott alle Dinge gut geführt hat. Ohne dieses biographische Detail, wäre es hier wohl schnell mit Paulus aus gewesen, aber noch hatte Gott mit ihm einiges vor. So entstanden ja z.B. einige Briefe des ATs erst zu der Zeit, als Paulus dann in Rom im Gefängnis saß. Dazu wäre er als freier Mann evtl nicht gekommen … aber dadurch, dass Gott ihm noch viel Zeit im Gefängnis gab, konnte er diesen wichtigen Dienst noch vollenden – genau so, wie Gott es geplant hatte.

Josua 19

Zu Beginn von Kapitel 19 sehen wir, dass sich die Segenszusage Jakobs vom Ende des ersten Buchs Mose erfüllt und Simeon nun in gewisser Weise ein Teil Judas wird.

Ab Vers 10 folgt der Abschluss der Landverteilung. Bedenkenswert ist, dass das „Fell des Bären“ verteilt wurde, bevor „der Bär“ erlegt war. Aber natürlich hatte Gott zugesagt, dass das Land erfolgreich eingenommen werden würde. Vor diesem Hintergrund ist der Berichten über Dan schockierend. Dort lesen wir scheinbar nebensächlich: „47 Dem Stamm Dan aber ging sein Gebiet verloren“. Der Stamm Dan nimmt dann zwar andres Land ein, aber wir sehen hier wiederum, dass das Volk daran scheitert das zu tun, wozu Gott es berufen hat.

  • Ich befürchte, dass wir manchmal gar nicht so anders handeln und den Weg des geringeren Widerstands gehen, anstatt treu und mutig das zu tun, was Gott uns durch sein Wort sagt.

 

Apostelgeschichte 21

Mit Kapitel 21 beginnt die Reise des Apostels Paulus nach Jerusalem, die dann in seiner Verhaftung mündet. Dabei lesen wir über die Jünger, die Paulus auf dem Weg gen Jerusalem trifft: „21:4  Die sagten Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen.“

  • Ganz offensichtlich sind solche Worte nicht „autoritativ“ – sonst hätte Paulus ihnen gehorcht.
  • Es gibt also gewisse Erkenntnisse, die der Geist schenkt, die immer noch bewertet werden müssen und bei denen wir die Freiheit haben, nach Abwägung eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Das ist sicher ein gutes Herangehen an alle „Worte“ und Erkenntnisse, die Gott uns außerhalb der völlig autoritativen Offenbarung der Bibel gibt.

Und so schlägt Paulus diese Ermahnung genauso aus, wie dann auch die Warnung durch Agabus.

In Jerusalem wird Paulus mit falschen Gerüchten konfrontiert. Jakobus und die anderen Ältesten haben dabei eine Idee, wie Paulus deutlich machen kann, dass diese Gerüchte nicht wahr sind. Aber das reicht nicht. Seine Feinde sind so voller Hass, dass sie die Menschen gegen Paulus aufwiegeln. Es mag sein, dass sie dabei nicht bewusst eine falsche Behauptung aufgestellt haben, als sie sagten, dass Paulus einen Heiden mit in den Tempel gebracht hätte.

  • Das ist leider etwas, dass man immer mal wieder erlebt. Die Wahrheit wird nicht mehr gesehen. Menschen haben ihre Meinung und egal was dann wirklich passiert, sie sind dann schnell mit ihren Interpretationen dabei und nicht mehr bereit, sich korrigieren zu lassen und Fakten zur Kenntnis zu nehmen.
  • In den Köpfen von Menschen werden falsche Schlussfolgerungen gezogen und diese werden dann als Fakten präsentiert … das kommt leider auch in christlichen Kreisen vor.
  • Von daher sollten wir uns alle darauf besinnen, dass wir nicht versehentlich falsche Behauptungen anstellen – auch wenn diese uns noch so schlüssig erscheinen mögen.

Und so wird Paulus mit der gleichen Anklage konfrontiert, die einst (in seinem Beisein auf Seiten der Ankläger) gegen Stephanus vorgebracht wurde (siehe Apg 6,11ff): „21:28  Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehrt gegen unser Volk, gegen das Gesetz und gegen diese Stätte; dazu hat er auch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht.“

Paulus wird also verhaftet und zeigt dann seine Fähigkeit, sich auf Zuhörer einzustellen. Die Soldaten spricht er auf Griechisch an und dabei offenbart sich, dass auch sie falsche Gerüchte gehört hatten und dann spricht er zu den Juden in Jerusalem auf Hebräisch.

Josua 18

Ab Kapitel 18 sehen wir die Landverteilung an die anderen 7 Stämme. Das Land wird jeweils per Los zugeteilt, nachdem die sieben Territorien vorher von Abgesandten der 7 Stämme festgelegt wordenwaren. Da stellt sich dann nicht die Fairnessfrage.

  • Ich frage mich aber, ob die Leute die Lose jeweils als Zuteilung von Gott ansahen oder einfach als Glück? Das ist ja auch für uns immer wieder eine spannende Frage. Glauben wir an Gottes Souveränität auch im tagtäglichen? Erkennen wir alles als Fügung oder betrachten wir Fügungen als „Glück“ oder „Pech“?
  • Ich denke, dass wir gut daran tun, in allen Dingen zu bedenken, dass Gott Alle unter Kontrolle hat und nichts geschieht, das Gott nicht anders hätte führen können. Von daher sollten wir alles dankbar aus Gottes Hand nehmen, der uns mit dem versorgt, was wir brauchen.

 

Apostelgeschichte 20

So wie von Paulus geplant (siehe Apg 19,21) macht er sich nun auf den Weg zurück nach Jerusalem. Paulus zieht durch Mazedonien. Unterwegs ermutigt er die Gemeinden, die er während seiner 2. Missionsreise gegründet hatte. Er predigt und ermahnt die Gemeinden und bereitet sie so für die Zukunft vor. Ab Vers 6 ist Lukas offensichtlich wieder selber mit dabei (der Bericht geht nun in „wir“ Form weiter). Interessant ist auch der Hinweis in Apg 20,7, dass die Gemeinde am ersten Tag der Woche zusammenkam, das Brot brach und auf eine lange Predigt hörte.

  • Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Gemeindeversammlung zu diesem Zeitpunkt schon am Sonntag stattfand und nicht mehr am Sabbat.

Paulus scheint kein Fan kurzer Predigten zu sein. Er hat viel zu sagen und predigt bis Mitternacht. Auch damals war nicht jeder dazu in der Lage, einer langen Predigt zuzuhören und so lesen wir von Eutychus, der einschlief und aus dem Fenster fiel. Das wäre ja ein ziemliches Drama gewesen und hätte ggf dem apostolischen Dienst schaden können … aber mit Gottes Hilfe war Paulus in der Lage, den jungen Mann wieder zu beleben.

Dann geht es für ihn weiter und von Milet aus ruft er die Ältesten aus Ephesus zu sich. Die Abschiedsrede in Ephesus ist sehr lehrreich.

  • Zum einen sehen wir, dass die Begriffe Älteste, Bischöfe und Hirten (Pastoren) austauschbar verwandt werden. Wir tun gut daran, das zu bedenken. Die Unterscheidung zwischen Pastoren und Ältesten ist also nicht wirklich biblisch, sondern einfach nur eine pragmatische Sache, die dabei hilft zu erklären, wer der Gemeinde Vollzeit dient und wer nicht. Letztendlich sind die Pastoren einfach Älteste bzw alle Ältesten haben eine Pastoren-(Hirten-)verantwortung.
  • Weiterhin lehrt Paulus, dass Gemeinde immer umkämpft ist und zwar von außen und innen und, dass die Ältesten da eine besondere Wächterverantwortung tragen.
  • Gleichzeitig macht Paulus auch deutlich, wer letztendlich auf die Gemeinde Acht hat. Es ist „20:28 die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.“ … und so kann Paulus guten Gewissens gehen und sagen: „20:32 32 Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und euch das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind.“

Das ist wirklich eine großartige Gewißheit!

Schließlich macht sich Paulus weiter auf den Weg nach Jerusalem. Er geht diesen Weg im Wissen darum, dass er nicht mehr nach Ephesus zurückkommen würde und ihn wohl in Jerusalem Schwierigkeiten erwarten. Trotzdem geht er den Weg, denn es geht ihm nicht darum, den einfachsten Weg zu wählen, sondern das zu tun, was Gott von ihm will.

  • Das ist vorbildlich und herausfordernd!

Josua 17

Gleich zu Beginn des Abschnitts zu Manasse in Kapitel 17 findet sich eine interessante Aussage. Das Fallen des Loses wird damit begründet, dass Machir ein Kriegsmann war (v.1). Das fallen der Lose war also kein Zufall, sondern Gottes Weg, die Dinge richtig zu leiten und diese Erkenntnis wird hier wohl angedeutet.

Ab Vers 3 lesen wir von einem Nachkommen, der keine Söhne hat. Nun dürfen auch die Töchter Land haben. Das gab es ja auch bei Mose schon mal. So sorgt Gott dafür, dass das Land dem Stamm erhalten bleibt.

Wir sehen bei Manasse aber auch wieder das Versagen des Volks, denn sie können die Kanaaniter nicht vertreiben und später bekommen sie sie zwar in den Griff, aber anstatt sie dann zu vertreiben, machen sie sie fronpflichtig und handeln damit entsprechend ihrer Gier und nicht entsprechend dem göttlichen Gebot. Wir können schon erahnen, dass das noch negative Konsequenzen haben wird.

Ab Vers 14 sehen wir typisch menschliche Gier. Kein Stamm sagt, dass er zu viel bekommen hat … aber natürlich fühlt sich jemand ungerecht behandelt. Josua antwortet mit viel Weisheit „Wenn ihr so viele und von Gott so gesegnet seid, dann könnt ihr ja sicher das zusätzliche Land einnehmen und fruchtbar machen“. Dass die Nachkommen Josefs hier äußern, dass sie das Land nicht einnehmen könnten (wegen der eisernen Wagen der Kanaaniter) muss Josua daran erinnert haben, wie einst die zehn Spione meinten, dass das Gelobte Land nicht einnehmbar sei.

  • Uns sollte das ermutigen, nie primär auf unsere Fähigkeiten und Stärke zu schauen, sondern auf unseren HERRN, dem nichts unmöglich ist. Er ruft uns heute nicht zur Landnahme, aber z.B. dazu dem altbösen Feind dadurch zu widerstehen, dass wir Versuchungen zur Sünde nicht nachgehen und er hat uns zugesagt, dass er uns dazu befähigen wird.

Von daher dürfen wir mutig dem Geist Gottes immer mehr Raum in uns geben und darum wissen, dass er stärker ist, als die Sünde, die uns einreden will, dass wir sie nicht besiegen können

 

Apostelgeschichte 19

Paulus kommt nach Ephesus, nachdem Apollos weitergezogen ist. Er trifft dort wohl auf „Gläubige“, die wahrscheinlich die Botschaft des Apollos zu der Zeit gehört hatten, bevor dieser durch das Ehepaar Aquila & Priscilla tiefere Erkenntnis bekommen hatte. Und so wie das Ehepaar bei Apollos, so fungiert hier dann Paulus im Bezug auf diese „Jünger“.

Er lehrt sie wahrscheinlich das Evangelium … bisher wussten sie von Jesus … aber wahrscheinlich nur, was er so lehrte. Das heißt, sie waren Menschen, die sich bemühten Jesus nachzufolgen. Aber sie kannten wahrscheinlich noch nicht das Evangelium von Jesu stellvertretenden Sterben für Sünder und von seiner Auferstehung. Und sie wussten noch nichts vom Heiligen Geist, durch den nun die, die basierend auf Jesu Tod und Auferstehung mit Gott versöhnt sind, dem HERRN nun auch wirklich nachfolgen können. Nachdem Paulus sie das gelehrt hat, tauft er sie bewusst auf Jesu Namen und damit in seinen Tod und seine Auferstehung hinein, während sie vorher bei der Taufe des Johannes einfach nur zugegeben hatten, dass sie Sünder sind, die Veränderung brauchen.

  • Hier erleben wir dann noch eine letzte Wiederholung des Pfingstwunders, durch das Gott belegt, dass die Taufe auf Jesu Namen eben tatsächlich der richtige Schritt ist und die vorherige Erkenntnis noch nicht ausreichend war.

In den Versen 8-22 lesen wir dann mehr über den Dienst von Paulus in Ephesus. Die Gemeinde wächst durch Gottes Gnade, der viele Dinge gebraucht, um sich selbst zu bezeugen. Erst hat Paulus 3 Monate die Gelegenheit in der Synagoge zu predigen. Dann lehrt er über 2 Jahre täglich in der Schule des Tyrannus.

  • Das war ein gewaltiger Lehrdient … aber vor allem zeigt es uns die Bereitschaft der Menschen, viel Lehre aufzunehmen.

In Ephesus geschehen dann noch einige weitere Dinge. Paulus strahlt offenbar eine enorme Vollmacht aus, so wie zuvor nur Jesus und dann Petrus (Apg. 5,15). Das zeigt uns letztendlich, dass Paulus ein echter Apostel ist. Dann folgt der Bericht darüber, dass böse Geister die 7 Söhne des Skevas so vermöbeln, dass auch das zu einem Zeugnis wird. Und schließlich lesen wir von der sehr kostspieligen Buße der Bekehrten in Ephesus.

In 19,21 hören wir über die Pläne des Paulus: „Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen.“

  • Und genau das sollte dann auch geschehen. Wenngleich Paulus immer wieder gewarnt wird, geht er gradlinig seinen Weg.

Ab 19,23 kommt noch ein Bericht über den aus wirtschaftlichen Gründen angezettelten Aufstand in Ephesus.

  • Hier sehen wir, dass der christliche Glaube spätestens dann anstößig wird, wenn er Konsequenzen hat. Das erleben auch heute noch viele Leute, die zum Glauben kommen. Wenn sie ihr Leben ändern, werden auf einmal Leute ein Problem damit haben … vor allem, wenn sie selber von den Konsequenzen betroffen sind.

Apostelgeschichte 15

Das Apostelkonzil in Kapitel 15 ist in dieser Form sicher einmalig. Es ging um eine Kernfrage von größter Bedeutung. Müssen Heiden Juden werden, bevor sie Christen sein können?

  • Das mag für uns seltsam klingen, aber die ersten Christen waren ja allesamt Juden und wären sicher nicht auf die Idee gekommen, sich jetzt nicht mehr als Juden zu sehen. Immerhin glaubten sie an den jüdischen Messias und erkannten ihn in Jesus. Auch Jesus wäre sicher nicht auf die Idee gekommen, sich in irgendeiner Weise von den Juden abzugrenzen. Das Problem war ja nicht, dass die Christen jetzt etwas Anderes glaubten als die Juden, sondern, dass manche Juden einfach noch nicht erkannt hatten, dass Jesus der lange erwartete Messias ist.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage danach, ob die Bekehrung nicht auch die Annahme des jüdischen Glaubens mit allen Vorschriften bedingt, durchaus nachvollziehbar. Doch das Konzil erkennt zu recht, dass man den Bekehrten (aus den Heiden) nicht die Erfüllung aller zeremoniellen- und reinheits-Vorschriften auferlegen sollte, da Jesus diese ein für alle Mal erfüllt hatte und alles als rein erklärt hatte. Letztendlich muss man von daher auch anerkennen, dass auch die Juden nicht mehr daran gebunden waren. Aber diese Frage wurde damals noch nicht gestellt.

Das Konzil findet einen Kompromiss. Die Aufforderung in Vers 20, dass „sie sich enthalten sollen von Befleckung durch Götzen und von Unzucht und vom Erstickten und vom Blut“, ist kein „Gesetz“, das heute noch gilt, sondern ein Weg, um das Miteinander in der Gemeinde zwischen Gläubigen aus jüdischem und heidnischem Hintergrund zu ermöglichen. „Unzucht“ ist deshalb wohl auch eher im Hinblick auf spezifische Reinheitsvorschriften gemeint, als im typischen Sinn der sexualethischen Morallehre (die ja als Teil des Moralgesetzes bis heute gültig ist).

Vor diesem eindeutig einmaligen heilgeschichtlichen Hintergrund sollten wir nun auch bedenken, ob das Apostelkonzil ein Vorbild dafür sein kann, wie theologische Fragen entschieden werden müssen. Dabei sollten wir auch bedenken, dass die Gemeinde in Antiochia freiwillig den Weg wählt. Es ist also eine Frage, bei der die lokale Gemeinde von sich aus Rat sucht – und zwar bei den Aposteln! Daraus eine Kirchenordnung abzuleiten, bei der es zwingend solche Hierarchien gibt, halte ich für eine sehr gewagte These. Der Rest der Bibel – und in gewisser Weise eben auch dieser Bericht – scheint mir da eher eine kongregationalistische Struktur zu empfehlen. Andererseits ist es gut, als Gemeinde auch mal Rat bei anderen Christen zu suchen.

Am Ende des Kapitels lesen wir dann noch vom Beginn der 2. Missionsreise.

Diese beginnt damit, dass Paulus und Barnabas einen Streit darüber haben, wer denn ein geeigneter Mitreisender wäre. Das Ergebnis ist Trennung, wobei dies letztendlich dazu führt, dass gleich zwei Missionsteams ausgesandt werden. Und später sehen wir die Leute auch wieder versöhnt und im herzlichen Miteinander (siehe die Paulus-Brief Grüße).

  • Das sollten auch wir immer im Blick haben. Selbst da, wo es mal dazu kommen mag, dass Christen aus bestimmten Gründen getrennte Wege gehen, sollte man doch immer noch „eins“ im Geist sein. Bestrebungen Einheit ohne Inhalte zu haben, ist dabei sicher nicht biblisch, denn hier fehlt das Ringen darum, den Willen Gottes klar zu erkennen und konsequent danach zu leben.

Kap. 16

Zu Beginn der zweiten Missionsreise geht Paulus nochmals zu den Gemeinden, die während seiner ersten Missionsreise entstanden waren. In Lystra lernt er Timotheus kennen, der von da an der wohl wichtigste Helfer des Paulus wird. Wir sehen hier, wie sehr Paulus darauf bedacht ist, bei den Juden keinen unnötigen Anstoß zu erregen. Deshalb lässt er Timotheus beschneiden und deshalb übergibt er in den Städten, die er besucht, jeweils die Beschlüsse des Apostelkonzils.

Ab Vers 6 sehen wir, dass Gott ihm klar den Weg weist. Durch seinen Geist versperrt Gott Paulus den Weg in Richtung Asien und Bithynien und dann ruft Gott Paulus, Silas und Timotheus nach Europa. Gott wirkt dann auch an den dortigen Menschen – so tut er der Lydia das Herz auf, so dass sie Acht hat auf das, was Paulus lehrt. (16,14).

  • Das ist tatsächlich etwas, das wir nicht von uns aus tun können. Gott muss Herzen öffnen … ER ist es, der Herzen bekehrt. Wir Menschen sind dabei nur seine Werkzeuge, die das mächtige Wort weitergeben und dann im Gebet zusehen, was das Wort bewirkt..

Gott ist dann auch weiter aktiv. Er führt es durch eine seltsame Situation (der Geist scheint ja das Zeugnis des Paulus zu unterstützen, bevor Paulus ihn dann genervt austreibt) so, dass Paulus und Silas im Gefängnis landen und dort durch ein Wunder die Möglichkeit bekommen, dem Wärter und seiner ganzen Familie das Evangelium zu predigen, welches diese dann auch mit frohem HHerzen annehmen und sich dann gleich taufen lassen.

  • Sowohl bei Lydia, wie auch hier folgt die Taufe also unmittelbar der Bekehrung. Ich finde es erstaunlich, dass heute so viele Christen meinen, da lange warten zu müssen.

Kap. 17.

Nach der Freilassung aus dem Kerker in Philippi setzen Paulus und Silas ihre Missionsreise fort und kommen dabei nach Thessalonich. Drei Sonntag hat Paulus die Möglichkeit in der Synagoge Christus als den im AT verheißenen Messias zu verkündigen. Einige Juden und viele gottesfürchtige Griechen kommen zum Glauben. Doch, wie schon mehrfach zuvor, ist das Evangelium für manche Zuhörer sehr anstößig. Dabei verbünden sich die ungläubigen Juden mit dem „Pöbel“ und so kommt es zum Aufruhr – doch Paulus und Silas kommen ungeschoren davon.

  • Das mag wie eine Niederlage aussehen, aber der gute Same wurde gesät und es gibt dort nun Christen.
  • Später wird Paulus anderswo länger bleiben können, aber auch seine ungewollt kurzen Besuche werden von Gott dazu gebracht, Gemeinden entstehen zu lassen.
  • Und die Widerstände führen letztendlich evtl dazu, dass Paulus noch mehr Städte besucht … Gott verfolgt mit all dem sicher ein Ziel.

Und so kommen sie nach Beröa. Der Beröer sind dann ein netteres Publikum: „sie forschten die Schriften, ob sich’s so verhielte.“ Ihr Beispiel wird oftmals – und ich denke zurecht! – als Vorbild dafür genannt, wie wir auf Predigten hören sollten: mit Wohlwollen, aber auch prüfend, ob das was gesagt wird, den Lehren der Bibel entspricht.

  • Die Herausforderung dabei ist, dass wir Predigten nicht einfach danach beurteilen, was wir bereits glauben und verstehen. Wir sollten bereit sein, uns durch Predigten belehren zu lassen. Aber gerade wenn etwas für uns neu ist, sollten wir überprüfen, ob diese Lehre tatsächlich aus der Schrift kommt.
  • Deshalb sollte unser Predigthören immer begleitet sein, von dem Studium der Bibel.

Nachdem die Unruhestifter von Thessalonich nach Beröa kommen, zieht Paulus weiter nach Athen. Hier sehen wir nun, wie Paulus sich auf die Philosophen in Athen einlässt – und über den, den Athenern noch unbekannten, Gott predigt.

Die Apostelgeschichte zeigt uns hier, wie weise es ist, nicht ein „Konzept“ zu haben, sondern das Evangelium jedem so weiterzusagen, wie er es verstehen kann.

  • Möge der Herr uns dazu den Mut & Weisheit geben!

Kap. 18

Nachdem Paulus Athen verlassen hat, kommt er nach Korinth, einer sehr wichtigen Großstadt. Dort trifft Paulus ein Ehepaar (Aquila & Priska), das sehr wahrscheinlich bereits an Christus glaubte. Paulus wird von ihnen aufgenommen und arbeitet mit ihnen anfangs als Zeltmacher. Dann kommen seine Mitarbeiter, auf die er ja schon in Athen gewartet hatte und so wird er dann freigesetzt, sich vollzeitlich der Wortverkündigung zum widmen.

  • Wahrscheinlich brachten sie Spenden mit. Auf jeden Fall sehen wir hier, dass es durchaus gut und richtig ist, begabte Prediger und Evangelisten zum vollzeitlichen Dienst freizusetzen.

Wie immer geht Paulus zuerst zu den Juden. Nachdem er dort Widerstand erlebt, wendet er sich den Heiden zu. Dabei kommen aber auch Juden und so kommt es zur Bekehrung des Synagogenvorstehers samt seiner ganzen Familie.

  • Hier wird explizit erwähnt, dass sein ganzes Haus zum Glauben kommt … und dann getauft wird. Es ist also keine Haushaltstaufe, bei der auch ungläubige Kinder mitgetauft werden.

Doch trotz dieser Bekehrung ist Paulus offenbar entmutigt – doch Gott richtet ihn auf, indem er ihn durch eine Erscheinung sagt: „18:9-10  fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!  10 Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.“

  • Gott weiß, dass Paulus für seinen Dienst eine Ermutigung gebrauchen kann. Der Herr ermutigt ihn, indem er ihm einen seltenen Einblick in seinen göttlichen Ratschluss gibt.
  • Gott weiß, wenn er retten wird … und gerade deshalb soll Paulus mutig weiter predigen.
  • Ich finde, dass dies eine sehr befreiende Botschaft ist.
  • Wir müssen niemanden bekehren. Das macht Gott nach seiner freien Gnadenwahl. Aber wir dürfen uns von Gott dabei gebrauchen lassen.

Gleichzeitig gibt es auch Widerstand – und das muss dann vor allem der Sosthenes erleiden. Dann endet die 2. Missionsreise des Paulus.

Auf seinem Rückweg nach Antiochia macht er einen kurzen Stopp in Ephesus, wo er

Aquila & Priszilla zurücklässt. Die Beiden lernen dort Apollos kennen. Apollos scheint Johannes den Täufer erlebt zu haben und dann auch für einige Zeit Jesus. Aber er wusste wohl nichts von Jesu Tod & Auferstehung, hatte wohl noch nicht erkannt, dass Jesus der Christus ist und hatte wohl noch nicht von der Ausgießung des Heiligen Geistes gehört.

  • Aquila & Priszilla lehren ihn und dann zieht er weiter und predigt diese Dinge mit Vollmacht.
  • Gerade die Rolle von Aquila & Priszilla ist bemerkenswert. Sie sehen die Defizite bei Apollos, aber anstatt ihn öffentlich zu kritisieren, bemühen sie sich darum, ihm zu helfen, so dass er sein Potential voll zur Geltung bringen kann.
  • Das wünsche ich mir auch immer mehr für unsere Gemeinde – dass wir einander ermutigen und uns gegenseitig dabei helfen, dem HERRN und seiner Gemeinde immer besser zu dienen.

Da ich von Mittwoch – Freitag zur E21 Konferenz unterwegs war, kommen die Kapitel heute im Paket. Jetzt erstmal die Kapitel aus Josua.

Josua 13

Nun beginnt die Verteilung des eroberten Landes. Die ersten Verse klingen dabei etwas vorwurfsvoll. Unter der Leitung Josuas sind bestimmte Gebiete noch nicht in Besitz genommen worden. Doch auch wenn das Volk da wohl nicht treu das ausgeführt hat, was Gott ihm befohlen hatte, ist Gott treu. Er wird die Feinde vertreiben, so dass das Land noch eingenommen werden kann.

Ab Vers 8 geht der Blick dann erstmal zurück auf die Verteilung des Landes östlich des Jordans (also gewisser Weise außerhalb des gelobten Landes). Dabei wird immer wieder betont, wie diese Verteilung schon von Mose vorgenommen wurde. Für mich klingt das ein bisschen so, wie ein biblischer Grundbucheintrag.

  • In seinem Wort dokumentiert Gott die Landverteilung, so dass es ein autoritatives Zeugnis gibt, durch das ggf später auftretende Besitzansprüche klar geregelt werden können.
  • Von daher sehen wir hier, dass Gott ein Gott der Ordnung ist, dessen Regelungen darauf angelegt sind, Frieden unter den Gotteskindern zu stiften bzw zu bewahren.
  • Und so ist das bis heute – Gottes Wort bringt Ordnung und Frieden in das Leben seiner Kinder.

Josua 14

Nun geht es an die Aufteilung des Westjordanlandes. Dabei wird gleich deutlich, dass Eleasar und Josua an das halten, was der HERR einst Mose geboten hatte. Eleasar agiert hier offensichtlich als Nachfolger seines Vaters Aaron in Unterstützung des Josua.

Ab Vers 6 sehen wir dann die alten Weggefährten Josua & Kaleb, die entsprechend der Zusage Gottes als einzige aus der ersten Generation der Wüstenwanderung übriggeblieben sind. Nach 45 Jahren bekommt Kaleb nun das Land als Besitz, das er schon damals einnehmen wollte als die anderen Spione (außer Josua) sich dagegenstellten und das Volk dann eben in der Wüste blieb. Er ist immer noch mutig und stark und plant, dieses Land nun einzunehmen.

  • Dieses Kapitel zeigt uns also neben einem treuen Gott auch (halbwegs) treue Menschen.
  • Ich wünsche uns, dass wir uns davon inspirieren lassen und dem Vorbild dieser treuen Gläubigen folgen!

Josua 15

Inzwischen ist Juda recht offensichtlich der wichtigste Stamm. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der Bericht über die Landverteilung in Kapitel 15 mit den Grenzen des Territoriums beginnt, das dem Stamm Juda zugeteilt wird. Nach der Auflistung der Grenzen folgt ein Bericht über das Territorium, das Kaleb erhielt. Das ist letztendlich die Wiederholung der Zusage aus Kapitel 14. Hier lesen wir nun, dass Kaleb das Land erfolgreich in Besitz nahm. Einen Teil des Territoriums gibt er seinen Schwiegersohn Otniel, der später als Richter zum „Retter“ Israels werden würde.

Dann kommt einen lange Liste Städte, die zum Territorium des Stammes Juda gehören. Doch ganz am Ende des Kapitels taucht dann plötzlich ein erster Hinweis auf ein Versagen bei der Landnahme auf (V.63). Ausgerechnet Jerusalem wird zu einer Stadt mit Fremdlingen. Das Juda sie nicht vertreiben konnte, hatte ganz sicher mit Ungehorsam zu tun, denn Gott hatte seine Hilfe zugesagt und ihm wäre es ein leichtes gewesen, die Jebusiter zu vertreiben.

  • Das dürfen auch wir wissen. Gott befähigt uns immer das zu tun, wozu er uns aufruft. Da kann es keine Ausreden geben. Letztendlich ist das immer eine Frage des Gehorsams und Gottvertrauens.
  • Ich wünsche uns, dass wir immer mehr lernen, Gott zu vertrauen und dann auch mutig und treu das zu tun, wozu er uns ruft.
  • Mich führt das gleichzeitig dazu, meine Sünden zu bekennen und wahre Umkehr zu suchen.

Josua 16

Auch bei den Josefstämmen bekommen wir zuerst einen Bericht über die Grenzen des diesem Stamm zugeteilten Territoriums und dann lesen wir, dass Ephraim die Kanaaniter nicht vertreiben konnte, obwohl dies eigentlich befohlen war und Erfolg zugesagt war. Das muss also letztendlich mit Ungehorsam zu tn haben.

  • Ich muss zugeben, dass diese Kapitel einzeln betrachtet nicht viel Neues liefern. Hier geht es sicher eher darum, dass die sehr ähnlichen Berichte bestimmte Dinge verdeutlichen sollen.

Josua 12

Die Auflistung der besiegten Könige macht vor allem eines deutlich. Israel (erst unter Mose und dann unter Josuas Führung) ist sehr erfolgreich. Hier zeigt sich Gottes Treue, der Seinem Volk das Land entsprechend seiner Verheißung gibt. Gleichzeitig ist es das Resultat des Gehorsams des Volkes.

  • Auch wenn dieses Kapitel sicher erstmal wenig enthält, das wir direkt auf uns anwenden können, so können wir eben doch in unserem Vertrauen auf unseren treuen und mächtigen HERRN gestärkt werden.

 

Apostelgeschichte 14

Nachdem Paulus und Barnabas von Antiochia nach Ikonion kommen, geht es dort genauso weiter, wie zuvor in Antiochia. Wiederum breitet sich das Evangelium aus und wiederum kommt es zu Widerstand, der wiederum dazu führt, dass Paulus weiterzieht und das Evangelium weiterträgt.

  • Das Evangelium lässt sich nicht aufhalten, sondern breitet sich gerade auch wegen des Widerstandes immer weiter aus.

Genauso wie in Ikonion, wo von Zeichen und Wundern die Rede ist, tut Gott dann auch in Lystra Wunder. Damit weist Gott Paulus als Apostel aus, denn er tut die Zeichen der Apostel (2. Kor 12,12). Als ein von Gott legitimierter Apostel richtet Paulus – so wie zuvor Petrus – einen Lahmen auf. Während Petrus dadurch einst in Jerusalem dadurch die Möglichkeit bekam, das Evangelium im Tempel zu verkünden, muss sich Paulus hier nun erst mal dagegen wehren, selber „vergöttert“ zu werden.

  • Aber Paulus weiß, wem er dient und lässt das nicht zu.
  • Ich denke, dass uns das herausfordern sollte auch selber in allen Dingen immer darauf bedacht zu sein, dass Gott die Ehre für alles bekommt, was wir tun … denn die Versuchung selber Ruhm zu ernten ist sehr real.

 

In Vers 19 lesen wir, wie die Stimmung sehr unvermittelt kippt. Ein paar Aufrührer reichen aus und plötzlich ist Paulus der große Feind, den man steinigen will. Paulus scheint schon tot zu sein, aber seine Jünger schützen ihn und so kann er dann weiterziehen.

Nach einem kurzen Stopp in Derbe, kehren Paulus und Barnabas zurück durch die Städte, wo sie zuvor gepredigt hatten. Jetzt stärken sie die Gläubigen und bereiten die Gläubigen darauf vor, dass Widerstand zu erwarten ist. Interessant ist dabei auch, dass in den verschiedenen Städten bereits christliche Gemeinden entstanden sind und Paulus nun dabei hilft, diese zu ordnen. Dazu setzt er Älteste ein, damit die Gemeinden eine ordentliche Leitung haben.

  • Hier wird sehr deutlich, dass Gott als ein Gott der Ordnung, diese eben auch in Gemeinden will. Statt Basisdemokratie sehen wir hier, dass Älteste leiten sollen.

Schließlich lesen wir von der Rückkehr der Ausgesandten nach Antiochia, wo sie von Gottes mächtigem Wirken auf der 1. Großen (Heiden)Missionsreise berichten.